Bremer Grün-Gold-Club startet mit teurem Heimspiel ins neue Tanz-Jahr

Die Tänzer vom Bremer Grün-Gold-Club tanzen eine Choreo bei der Weltmeisterschaft.
Die Tänzerinnen und Tänzer des Grün-Gold-Club Bremen gehen als haushoher Favorit in die neue Bundesliga-Saison der Lateintanz-Formationen. Bild: DPA | nordphoto GmbH/ Witke

Nach dem WM-Titel wollen die Bremer auch in der Lateintanz-Bundesliga die Meisterschaft gewinnen. Die Saison beginnt für den GGC mit einem Heimspiel – und das sogar vor Publikum.

Kaum ist der Jubel über den WM-Gewinn verklungen, steht für die Tänzerinnen und Tänzer des Grün-Gold-Clubs (GGC) schon wieder der Liga-Alltag auf dem Programm. Mit dem Auftakt in die Lateinformation-Bundesliga starten die Bremerinnen und Bremer am Samstag (19:30 Uhr) in die neue Tanz-Saison, die gleich mit einem Heimspiel beginnt. Denn wie schon bei der WM vor einem knappen Monat ist der GGC erneut Ausrichter des mit acht Teams besetzten Turniers, das in der Halle 7 auf der Bürgerweide stattfindet – und das sogar vor Publikum.

Bis zu 500 Zuschauer möglich

Insgesamt 1.000 Menschen sind laut der Bremer Corona-Verordnung bei Sport-Veranstaltungen zugelassen. Knapp die Hälfte der Plätze besetzen die teilnehmenden Mannschaften, die restlichen rund 500 Tickets sollen an Zuschauer gehen. Bislang hat der GGC allerdings nur etwa 250 Eintrittskarten verkauft.

Für den Verein stellt die Ausrichtung des Turniers somit ein Verlustgeschäft dar. "Unterm Strich rechnen wir mit einem Minus in Höhe von 15.000 Euro", sagte GGC-Präsident Jens Steinmann zu buten un binnen. Doch dem Serienmeister geht es mit der Veranstaltung ohnehin nicht ums "Geldverdienen", so Steinmann, sondern einzig und allein um die "Aufrechterhaltung des Sportbetriebs".

Keine Motivationsprobleme beim Grün-Gold-Club

Wenig überraschend ist für den Serienmeister aus Bremen auch in der kommenden Saison der Titelgewinn das Ziel. Dass der Mannschaft angesichts des jüngsten Erfolgs auf internationalen Parkett womöglich die Motivation fehle, sich auf nationaler Ebene zu Höchstleistungen zu pushen, glaubt Steinmann nicht. Im Gegenteil: "Durch den Ausfall in den vergangenen zwei Jahren ist das Team einfach nur heiß darauf, Turniere zu tanzen", so der GGC-Präsident.

Läuft also alles mehr oder minder nach Plan, geht die Meisterschaft wieder mal nach Bremen. Auch weil mit dem TSZ Velbert der "ärgste Konkurrent" des GGC "die Segel gestrichen hat", wie Steinmann sagt. Zur Erinnerung: Der Spitzenklub aus Nordrhein-Westfalen hatte sich nach der Deutschen Meisterschaft im November vom Ligabetrieb abgemeldet.

Bremer tanzen in ihrer eigenen Klasse

Das Team von Trainer Roberto Albanese zieht somit in der kommenden Saison mit hoher Wahrscheinlichkeit eher einsame Kreise. Wenn ein Bundesligist dem GGC den Titel überhaupt streitig machen könnte, sind es vermutlich die TSG Bremerhaven oder Blau-Weiß Buchholz. Große Hoffnungen sollte sich die Konkurrenz aber nicht machen, wenn es nach Steinmann geht: "Wir tanzen eher etwas in unserer eigenen Klasse."

Unsere Verfolger müssen schon ordentlich Gas geben, um unser Niveau zu erreichen.

Jens Steinmann, Präsident vom Grün-Gold-Club Bremen, zu buten un binnen

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Bild: DPA | Hauke-Christian Dittrich

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 22. Dezember 2021, 18:06 Uhr