Werder prüft 2G-Modell: Bald wieder Spiele vor vollen Rängen?

Video vom 22. September 2021
Werder Bremen begeht das erste Heimspiel der Saison mit 8.500 Zuschauern im Weserstadion.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Der neue Senatsbeschluss vom Dienstag betrifft auch Werder Bremen. Der Verein plant, nur noch Genesene und Geimpfte ins Weser-Stadion zu lassen – dann aber 42.000 Fans.

Sicher ist noch nichts und weiterhin haben die Bremer Behörden das letzte Wort, doch für Werder Bremen ist der Senatsbeschluss zu den neuen Corona-Verordnungen "ein gutes Signal", wie der Verein dem Sportblitz am Mittwoch mitteilte.

Denn bisher ist es dem Fußball-Zweitligisten nur erlaubt, das Weser-Stadion mit halber Kapazität zu füllen, also mit 21.000 Zuschauern. Und das unter Einhaltung der 3G-Regel, doch nun heißt es von Seiten des Senats, dass ab dem 1. Oktober "mit der optionalen Einführung eines 2G-Modells die Beschränkungen entfallen" können.

Werder berät sich mit den Bremer Behörden

Blick auf die Tribüne des Weserstadions, wo mit Abstand kleine Gruppen von Werder-Fans verteilt sitzen.
Bisher werden die 21.000 Fans im Weser-Stadion nach einer Art Schachbrettmuster mit Abstand platziert. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Für Werder Bremen bedeutet das, dass künftig wieder 42.000 Fans ins Weser-Stadion kommen dürften, wenn sie genesen oder geimpft sind. Allerdings bleibt die "Vorlagepflicht eines Hygienekonzeptes und die Genehmigungspflicht" bestehen und wie der Verein dem Sportblitz bestätigte, wurden entsprechende Konzepte vorbereitet und man berate sich in den nächsten Tagen mit den zuständigen Bremer Behörden.

Für den finanziell gebeutelten Klub wäre die Rückkehr zur vollen Stadion-Kapazität ein wirtschaftlich wichtiger Faktor. Durch die fünfzigprozentige Auslastung hat Werder geschätzte Einbußen von 500.000 Euro pro Spiel. Das nächste Heimspiel der Bremer findet direkt am 1. Oktober gegen Heidenheim statt. Ob dann bereits so kurzfristig vor 42.000 Zuschauern gespielt werden kann, ist noch nicht klar.

Experte Lauterbach warnt vor vollen Stadien

Kinder und Jugendliche sowie Menschen, die sich nicht impfen lassen können, sollen bei Werders Planungen jedoch auch getestet die Spiele besuchen können. In den meisten Fußball-Stadien der 1. und 2. Liga gilt weiterhin die Auslastung von 50 Prozent unter Einhaltung der 3G-Regel. Kritik an der Rückkehr zu vollen Rängen kommt von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach.

"Leider ist es auch unter 2G-Bedingungen im Moment noch nicht sinnvoll, die Stadien ganz zu füllen", sagte Lauterbach vor dem Hintergrund des Nachlassens des Impfschutzes und mit Blick auf die Menschenmassen, die normalerweise in Richtung Stadion strömen: "Halb gefüllte Stadien sind kein Problem mit 2G."

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Video vom 21. September 2021
Claudia Bernhard im Interview.
Bild: Radio Bremen
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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 21. September 2021, 18:06 Uhr