Dieser sportverrückte Bremer ist auch mit 65 Jahren noch topfit

Bernd Rennies hat schon beim "Ironman" auf Hawaii teilgenommen und den "Deutschland Klassiker" absolviert. Pro Woche treibt er 20 bis 25 Stunden Sport.

Video vom 27. März 2020
Der Ausdauersportler Bernd Rennies auf einem Spinningrad. Er trägt ein Mikrofon.

Sport ist wichtig. Vor allem in der aktuellen Ausnahmesituation. Viele Menschen entdecken dabei aktuell das Joggen für sich. Einmal am Tag rauskommen, den Kopf freikriegen und sich so richtig auspowern. Als Ritual kann dies in solchen Zeiten Halt geben. Bei Bernd Rennies ist dies ein wenig anders. Der 65-jährige Bremer brauchte keine Corona-Krise, um den Spaß an der Bewegung für sich zu entdecken. Stattdessen betreibt er bereits seit 30 Jahren Ausdauersport.

"Ich bin Polizeibeamter gewesen. Und schon im Beruf und mit der Familie zusammen war Sport ein ganz wichtiger Teil. Sozusagen die dritte Säule des Lebens", erzählt Rennies. Ohne Sport geht es bei ihm einfach nicht, 20 bis 25 Stunden pro Woche bewegt er sich. Und seine Vita hat einiges aufzuweisen. Beim "Ironman" auf Hawaii hat er teilgenommen. Und im Duathlon, einer Kombination aus Laufen und Radfahren, wurde er Altersklassen-Weltmeister.

Erfolgreiche Teilnahme am "Deutschland-Klassiker"

Besonders stolz ist Rennies allerdings darauf, den "Deutschland-Klassiker" geschafft zu haben. Diese Ausdauerserie besteht aus vier Wettkämpfen innerhalb eines Jahres und beginnt mit dem König-Ludwig-Lauf. Auf Skiern müssen hierbei im Januar 50 Kilometer in den Ammergauer Alpen absolviert werden. Weiter geht es im Mai mit einer 300 Kilometer langen Radetappe bei der Mecklenburger Seenrunde und im August mit einer Schwimmstrecke von 3,3 Kilometern im Unterbacher See in Düsseldorf, ehe zum Abschluss der Marathon in Frankfurt ansteht. "Nicht die Leistung, sondern das Erlebnis machen den Ausdauersport aus", sagt Rennies.

Und seine Begeisterung für den Sport gibt er dabei gerne weiter. Zum Beispiel bei Spinning-Kursen. "Bernd kann Menschen, die noch nicht so sportlich sind, auf niederem Niveau den Sport nahebringen", lobt seine Trainerkollegin Sabine Gäthje. "Er kann alles. Vom gemeinsamen Walken bis zum Abnehmen und dem Marathon in 2,5 Stunden." Auch Kurse für Senioren wie "Fit durch den Tag" und "Sanfte Gymnastik" gibt er. Viele Ausdauersportler, so Rennies, würden die kurzen Phasen zwischendurch nicht nutzen. Dabei wachse man in der Ruhe.

Corona-Krise könnte einen Strich durch die Planungen machen

Ruhe gönnt sich Rennies allerdings selbst kaum. Auch nicht, wenn zum Jahresbeginn die Sixdays in Bremen stattfinden. Neben der Organisation des "Jedermann-Bahnrennens" hat er in diesem Jahr auch Räder für Kinder und Jugendliche organisiert, um sie auf die Bahn zu bringen. "Das ist für mich ein Herzensprojekt", erklärt er. Ein persönliches Ziel könnte dabei in diesem Jahr auf der Strecke bleiben. Aufgrund der Corona-Krise ist die geplante Teilnahme an der Amateur-Weltmeisterschaft in Gefahr.

Autoren

  • Karsten Lübben
  • Yannick Lowin

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 28. März 2020, 18:06 Uhr