Werder-Spieler Bittencourt: "Fußball bleibt unberechenbar"

Mit dem 1. FC Köln ist Leonardo Bittencourt bereits abgestiegen. Der 26-Jährige kennt sich aus mit Krisen. Im Sportblitz-Interview sagt er, worauf es für Werder jetzt ankommt.

Werder Spieler Leonardo Bittencourt im Sportblitz-Studio.

Mit einem dick bandagierten Knöchel verließ Leonardo Bittencourt nach dem Düsseldorf-Spiel am Samstag den Platz. Die Kapselverletzung aus dem Trainingslager ist noch nicht vollständig verheilt. An eine Pause denkt der Mittelfeldspieler deswegen aber nicht. Vor allem nicht, wenn es gegen den Verein geht, bei dem Werders Leihspieler noch unter Vertrag steht: 1899 Hoffenheim.

Bittencourt will gegen seine alten Kollegen gewinnen

"Ich freue mich darauf, die alten Kollegen wiederzusehen, weil ich dort viele Freundschaften geschlossen und nette Menschen kennengelernt habe. Auf dem Platz gilt aber eindeutig, dass ich das Spiel gewinnen will", macht Bittencourt am Dienstagabend im Sportblitz-Interview deutlich.

Es war ein super Start für uns gegen Düsseldorf. Die drei Punkte haben wir dringend gebraucht.

Leonardo Bittencourt, Werder Bremen

Noch mit Hoffenheim hat Bittencourt um die Champions-League gespielt, mit Werder wollte er in die Europa-League. Träume, die schnell geplatzt sind, aber enttäuscht ist der 26-Jährige deshalb nicht. "So ist der Fußball. Man weiß nie was kommt. Man muss sich Ziele setzen, das finde ich gut, aber am Ende muss auch wirklich alles passen. Bei uns lief in dieser Saison nicht wirklich alles rund, aber wir werden uns dagegen wehren und versuchen jetzt das Ziel Klassenerhalt zu schaffen", betont Bittencourt, der bislang zwei Tore für die Bremer erzielt hat.

Bittencourt ist bereits mit Köln abgestiegen

Sechs Stationen im Profibereich hat der Mittelfeldspieler bereits durchlaufen. Mit dem 1. FC Köln ist er aus der 1. Liga abgestiegen. Bittencourt hat also eine ähnliche Krise, wie die, in der Werder im Moment steckt, bereits erlebt. "Man muss in einer solchen Situation die Ruhe bewahren und darf nicht den Kopf verlieren. Das macht Werder super und genauso muss man arbeiten. Ich versuche, meine Erfahrung einzubringen, aber trotzdem bleibt Fußball unberechenbar."

Werder hat Bittencourt bis zum Sommer für 600.00 Euro ausgeliehen. Danach greift eine bereits ausgehandelte Kaufoption der Bremer über sieben Millionen Euro. Die gilt allerdings nicht im Falle eines Abstiegs.

Autor

  • Claus Wilkens

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 21. Januar 2020, 18:06 Uhr