Darum hat sich Bittencourt für Werder und gegen Hoffenheim entschieden

Im letzten Jahr hat Leonardo Bittencourt Werder Bremen noch einen Korb gegeben. Diesen Fehler wollte er in diesem Sommer nicht wiederholen.

Leonardo Bittencourt geht die Treppe hoch
Bild: Gumzmedia

Um herauszufinden, warum Leonardo Bittencourt lieber zu Werder gewechselt ist als weiter in Hoffenheim zu spielen, muss man auf seine Herkunft schauen. Werders Neuzugang hat brasilianisches Blut in den Adern. Er ist zwar in Leipzig geboren, seine Eltern stammen aber aus Brasilien.

Leidenschaftlicher und emotionaler Spieler

Bittencourt ist aufgrund seiner Wurzeln ein leidenschaftlicher und emotionaler Spieler. Hoffenheim war für ihn einfach nicht der richtige Ort, um sich zu entfalten. "Ich habe vorher in Vereinen gespielt, die eine Menge Tradition hatten. Für mich persönlich hat es einfach nicht so viel Spaß gemacht in Hoffenheim zu spielen. Ich habe für mich festgestellt, dass ein Verein wie Werder Bremen wahrscheinlich besser zu mir passt als die TSG."

Ich wollte Werder auf keinen Fall ein zweites Mal absagen.

Leonardo Bittencourt, Werder-Neuzugang

Vor allem die Begeisterung der Zuschauer hat Bittencourt in Hoffenheim gefehlt. Nur selten war die Arena in Sinsheim ausverkauft. "Für mich persönlich ist es schöner am Wochenende vor voller Hütte zu spielen, weil es zu mir als Typ viel besser passt."

Doch warum ist Bittencourt dann nicht schon im vergangenen Jahr zu Werder gewechselt, statt nach Hoffenheim zu gehen? Die Bremer waren schon im letzten Sommer sehr interessiert an einer Verpflichtung. "Ich wollte Champions-League spielen. Das war schon immer ein Traum von mir", gibt Bittencourt zu.

Fan vom Weser-Stadion

Ohne Königsklasse verlor Hoffenheim allerdings schnell seinen Reiz und Werder stand wieder ganz oben auf der Prioritätenliste. Vor allem das Weser-Stadion hat es dem Deutsch-Brasilianer angetan. "Besonders gern habe ich nachts hier gespielt, weil das für mich irgendwie ganz speziell war in Bremen. Abendspiel, Flutlicht, das war eine Atmosphäre, wo ich immer dachte: Auch wenn wir heute ein super Spiel machen, dann kann es trotzdem sehr, sehr schwer werden, hier zu gewinnen.“

Nur die Torhupe hat Bittencourt im Weser-Stadion nie gefallen. Das dürfte sich schnell ändern.

  • Claus Wilkens

Dieses Thema im Programm: Sportblitz. 3. September 2019