Playoff-Hoffnung der Eisbären stirbt zuletzt: "Der Glaube ist stark"

Eisbären-Coach Allen Ray Smith steht mit nachdenklicher Miene zwischen seinen Spielern.

Eisbären Bremerhaven sind zum Siegen verdammt

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Siegen ist heute Abend ab 19:30 Uhr für die Bremerhavener Basketballer Pflicht, sonst ist die Saison vorbei und der Aufstiegstraum geplatzt. Doch das wird knifflig.

Die Sport-Kollegen aus Bremerhaven hatten es vorgemacht: Schließlich lagen die Eishockey-Cracks der Fischtown Pinguins in ihrer Playoff-Serie auch mit 0:2 zurück und schafften die Wende – wenn auch ohne Happy End.

An diese Hoffnung aber klammern sich nun auch die Basketballer der Eisbären Bremerhaven. Die Auftaktpartie gegen die Tübingen Tigers verloren sie erst in der Verlängerung, auch im zweiten Spiel ging es eng zu auf Augenhöhe, wieder verlor man knapp. 0:2 statt zumindest 1:1, jetzt geht es in Spiel drei um alles oder nichts.

BBL-Lizenz erstmals wieder eingereicht

Denn verlieren die Eisbären am Mittwochabend ab 19:30 Uhr erneut, ist es vorbei und der Traum vom Aufstieg in die BBL geplatzt. Die Lizenz für die höchste Spielklasse hatten die Bremerhavener erstmals seit drei Jahren wieder eingereicht, wirtschaftlich konnte man die Auflagen erfüllen. Sportlich steht die Rückkehr auf wackeligen Beinen, doch der trotzige Kampfgeist ist da.

Wir können die Serie noch kippen. Ich bin immer noch selbstbewusst, dass wir das schaffen. Der Glaube ist da und der Glaube ist stark. Wir haben gezeigt, dass wir mit dem Rücken zur Wand kämpfen können. Wir schaffen das.

Eisbären-Coach Allen Ray Smith bei Bremen Eins

Doch die Hürde ist hoch für die Bremerhavener, ein Sieg in der Halle der Tübinger muss her – doch die sind die heimstärkste Mannschaft der 2. Basketball-Bundesliga. Nur ein einziges Spiel haben die Tigers in dieser Saison Zuhause verloren.

"Dann nehmen wir ihnen die Saison weg"

Eisbären-Profi Robert Oehle behauptet gegen mehrere Tübinger Spieler den Ball.
Der Kampfgeist bei den Eisbären Bremerhaven stimmt: Robert Oehle (rechts) verteidigt gegen mehrere Gegenspieler den Ball. Bild: Imago | Ulmer Pressebildagentur

Um die Chance auf den Einzug ins Halbfinale zu wahren, müssen die Eisbären vor allem ihre Offensivstärke wieder hochschrauben. Nur 37 Prozent der Feldwürfe und 23 Prozent der Dreier waren in Spiel zwei erfolgreich. Hoffnung macht Coach Smith dagegen, dass sein Team das Rebound-Duell mit 47:30 gewann, also Einsatzwillen bewies und bissig um den Ball kämpfte.

Die Hoffnung stirbt also zuletzt für die Eisbären Bremerhaven, aufgeben ist keine Option. Geht es nach Kevin Yebo, wäre der Halbfinaleinzug fast schon ein Selbstläufer. Aber positive Autosuggestion kann sicher nicht schaden.

Wir sind am besten, wenn wir nichts mehr zu verlieren haben. Es geht jetzt nur noch darum, da hinzufahren, alles zu geben, dann gewinnen wir das Spiel, dann spielen wir Zuhause und gewinnen das Spiel, dann steht es 2:2 und die haben Druck. Dann ist das Momentum auf unserer Seite und wir nehmen ihnen die Saison weg.

Eisbären-Profi Kevin Yebo bei Bremen Eins

Eisbären-Manager zum Playoff-Einzug: "Kompliment für dieses Finish"

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 20. April 2022, 7 Uhr