Neuer Coach, altes Dilemma bei den Eisbären

Auch im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Michael Mai konnten die Basketballer aus Bremerhaven den freien Fall nicht stoppen. Tabellenführer Bayern München war zu stark.

Eisbär-Profi Breitlauch am Spielfeldrand im Gespräch mit Trainer Mai.
Intensive Gespräche: Trainer Michael Mai im Austausch mit Adrian Breitlauch. Bild: Imago | Kolbert-Press

Auch unter dem neuen Trainer Michael Mai konnten die Eisbären Bremerhaven die Negativserie nicht stoppen. Die Aufgabe bei Tabellenführer Bayern München war allerdings auch undankbar und die 80:91-Niederlage fast schon ein Achtungserfolg. Denn das dritte Viertel ging an die Eisbären.

Nach dem katastrophalen Auftritt gegen Bonn, den Coach Dan Panaggio zum Anlass nahm, von seinem Amt zurückzutreten, wirkten die Eisbären gegen München zumindest etwas gefestigter. Der Klassenunterschied zum Tabellenletzten, dem bereits vier Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz fehlen, war dennoch deutlich sichtbar.

Achtungserfolg trotz Niederlage

Turner gerät gegen einen Bayern-Spieler ins Straucheln.
Mitunter im Straucheln, aber Elston Turner (vorne) war mit 19 Punkten bester Eisbär. Bild: Imago | Kolbert-Press

Und auch wenn die Bayern nach dem Euro-League-Auftritt nach dem ersten Viertel nicht mit Vollgas spielten, so war es zumindest ein moralischer Erfolg für die Eisbären, dass sie sich immer wieder heranbissen und zwischenzeitlich nur vier Punkte Rückstand hatten. Für die Bremerhavener war die 16. Niederlage in Folge dennoch so etwas wie ein Achtungserfolg, der bewies, dass die Truppe sich noch nicht aufgegeben hat und den Neuanfang mit Trainer Mai angehen will.

Der Tabellenführer war dabei kein Gradmesser, der nächste Auftritt gegen Jena wird mehr Aufschluss darüber geben, ob die Eisbären den Klassenerhalt noch schaffen können.

Ganz Basketball Deutschland weiß, dass wir aktuell in einer ganz schwierigen Situation sind. Ich denke, dass wir die ersten Minuten des Spiels verschlafen haben und sehr zurückhaltend agiert haben. Im Laufe des Spiels haben wir uns dann gesteigert und haben dann auch zum Schluss gekämpft und alles dagelassen, was wir haben. Deswegen kann man unserer Mannschaft heute nichts vorwerfen, wir haben auf jeden Fall eine Reaktion gezeigt.

Eisbär-Coach Michael Mai

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 3. März 2019, 18 Uhr