Interview

Bremerhaven-Coach Key: "Wir sind noch nicht bereit für die Bundesliga"

Steven Key schaut nachdenklich.
Bild: Imago | Eibner

Der neue Chefcoach Steven Key ist sich sicher, dass die Eisbären erneut die Playoffs erreichen können. Doch für die Bundesliga muss es nicht nur sportlich passen.

Mit Steven Key als neuem Chefcoach gehen die Eisbären Bremerhaven in die kommende Saison. Mit Bremen Eins sprach er im Interview über seinen Weg in den Norden und sein Ambitionen mit den Eisbären.

Herr Key, stecken Sie mit den Eisbären bereits voll in den Vorbereitungen für die kommende Saison?
Ja, wir haben es am Freitag der letzten Woche bekanntgegeben, aber ich habe schon ein paar Tage vorher unterschrieben. Dann ist es mit der Arbeit sofort losgegangen.
Haben Sie sich schnell für die Eisbären entschieden oder haben Sie sich dabei ein wenig Zeit gelassen?
Nein, ich glaube, das war ganz normal. Ich hatte ein paar Gespräche mit Nils Ruttmann, dem Geschäftsführer. Wir haben uns erst einmal telefonisch kennengelernt und dann haben wir uns in Frankfurt getroffen, weil er in meiner Nähe war. Ich wohne mit meiner Familie ja in Gießen. Wir haben uns dann zum Brunch getroffen und alles klang ganz gut. Er hat mich eingeladen, einmal hier hochzukommen. Fünf Tage später war ich dann hier. Dann gab es noch ein Gespräch und noch ein weiteres Gespräch, ehe wir beide ein gutes Gefühl hatten.
Womit konnte Nils Ruttmann Sie nach Bremerhaven locken?
Ich versuche, ein paar Spieler aus dem letzten Jahr zu behalten. Am Freitag hat der Klub bereits die Verpflichtung von Adrian Breitlauch bekanntgegeben. Er wird für uns ein wichtiger Spieler sein, weil er diese "Warrior-Attitude", also ein Kämpferherz hat. Er wird für die Mannschaft alles tun. So einen Spieler brauchen wir. Viel mehr kann ich noch nicht erzählen. Warten wir die nächste Woche ab, wer noch so kommt oder wer bleibt.
Wollen Sie mit den Eisbären in der kommenden Saison direkt aufsteigen?
Ich würde "Step-by-Step" sagen. Wir sind heute noch nicht bereit, sofort in die Bundesliga aufzusteigen. Auch nicht, wenn wir nächste Saison sportlich total erfolgreich sein sollten. Die Basketball-Fans kennen es ja bereits von Tübingen in der vergangenen Saison. Die haben es geschafft, aber auf den Aufstieg verzichtet, weil sie im Hintergrund mit ihren Strukturen nicht dafür bereit waren. Ich glaube, wir sollten diese Saison einfach wettbewerbsfähig sein. Wir haben eine Mannschaft, die die Playoffs erreichen kann. Es wird kein Sprint, sondern ein Marathon. Wenn wir in den letzten sechs Wochen der Saison gut spielen, können wir alles erreichen.

(Das Interview führte Norbert Kuntze. Aufgezeichnet wurde es von Karsten Lübben.)

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Autor

  • Norbert Kuntze Moderator

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Das Wochenende, 12. Juni 2022, 13:40 Uhr