Yebo macht die Eisbären Bremerhaven endlich munter

Basketball-Spiele der Eisbären sind – wie die Saison insgesamt – ein Auf und Ab. Stabilisiert hat sich aber Kevin Yebo: Der Top-Scorer und Rebounder macht richtig Spaß.

Endlich glänzt er auf dem Parkett. Kevin Yebo, 25 Jahre jung und 2,07 Meter groß, zeigt im Team der Eisbären Bremerhaven in dieser Saison, was er drauf hat.

Ich hatte letztes Jahr schon mehr von ihm erwartet. Er ist einer der besten Spieler auf seiner Position in der Liga. Und gehört eigentlich auch in die 1. Liga.

Eisbären-Profi Robert Oehle im Sportblitz

Der gebürtige Bonner ist Top-Scorer und Top-Rebounder und nun sitzen auch endlich die Distanzwürfe – Yebo scheint in zweiten Jahr unter Coach Michael Mai angekommen zu sein.

Ich bin mental stärker geworden und selbstbewusster und das sieht man auf dem Spielfeld.

Eisbären-Profi Kevin Yebo im Sportblitz

Schnelle, hohe Führung

Am vergangenen Samstag in der Partie gegen Tabellennachbarn Kirchheim sah man aber vor allem einen typischen Auftritt der Eisbären: mit Auf und Ab – wie die ganze Saison schon.

Yebo half zunächst beim Auf, führte Bremerhaven mit seiner Vielseitigkeit und Athletik schnell zur 27:12-Führung. Aber dann kam das Ab: In der Verteidigung haperte es, so ließen die Eisbären Kirchheim auf einen Punkt herankommen.

"Werde ein bisschen müde"

Yebo bekam in dieser Phase mal eine Pause – die sind durch die Ausfälle momentan selten, der Top-Scorer spielt meistens durch. Das schlaucht, besonders im Kopf.

Ich werde ein bisschen müde und muss mich mental fokussieren. Es ist gerade schwierig, weil wir einen kleinen Kader haben.

Eisbären-Profi Kevin Yebo im Sportblitz

Dabei ist Yebo im Moment der Muntermacher bei den Eisbären und das zeigte der Hüne dann auch wieder gegen Kirchheim. Die Bremerhavener gewannen am Ende mit 109:90, als mit 19 Punkten Vorsprung – Yebo steuerte 23 Punkte bei.

Seine Fähigkeiten sind atemberaubend. Er ist ein großer Spieler, der werfen und dribbeln kann. Im Eins-gegen-Eins ist er kaum zu stoppen. Vor allem nicht von Spielern, die ähnlich groß sind wie er, weil er dermaßen schnell ist.

Eisbären-Coach Michael Mai im Sportblitz

Die Verunsicherung ist weg

Eisbären-Profi Kevon Yebo schaut nachdenklich auf dem Spielfeld.
Kevin Yebo kam 2020 von den Hamburg Towers zu den Eisbären Bremerhaven. Bild: Imago | Claus Bergmann

Die große Spielpraxis hat Yebo sichtlich gut getan. Als er im Jahr 2020 aus der Bundesliga von den Hamburg Towers nach Bremerhaven wechselte, hatte Coach Mai einen völlig anderen Yebo erlebt: verunsichert, öfter verletzt und mit mageren zehn Punkten im Schnitt. Jetzt macht er doppelt so viele, ist bester Rebounder der ProA.

Ich finde es toll, wie er sich entwickelt, nicht nur als Spieler, sondern auch als Mensch. Er ist Vater geworden und in diesem Zuge sehr viel reifer.

Eisbären-Coach Michael Mai im Sportblitz

Dass die Eisbären zuletzt als Sechster die Nummer eins und zwei der Tabelle düpiert hatten, war also kein Ausreißer, sondern ein Trend, der sich auch dank Yebo verfestigt. Die Eisbären schauen jetzt vorsichtig Richtung Playoffs, müssen nur noch die Aufs und Abs in den Griff kriegen.

Wir haben unsere Spur gefunden und die müssen wir weiter halten. Aber wenn ich das mit dem Anfang der Saison vergleiche, spielen wir jetzt ganz anders und man sieht, dass wir noch viel reißen können.

Eisbären-Profi Kevin Yebo im Sportblitz

Mehr zum Thema:

Autorinnen und Autoren

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 24. Januar 2022, 18:06 Uhr