Eisbären verlieren Derby – und ihren Co-Trainer

Die Basketballer aus Bremerhaven kassierten gegen Vechta nicht nur die dritte Pleite in Folge – ihr Co-Trainer Chris Harris verabschiedete sich Richtung Hagen.

Brangers verteidigt den Ball gegen einen Vechts-Spieler.
Auch die Top-Trefferquote bei den Eisbären half nichts: Jordan Brangers (hinten) erzielte 19 Punkte. Bild: Imago | Nordphoto

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge hatten sich die Eisbären Bremerhaven für das Derby gegen Vechta viel vorgenommen – doch die nächste Enttäuschung folgte. Das Team von Coach Arne Woltmann unterlag am Ende deutlich mit 85:64.

"Wir wollten besonders konzentriert in das erste Viertel zu gehen, um so einen guten Start in der Partie hinzulegen", sagte Eisbär-Profi Adrian Breitlauch. Doch wie schon in den beiden Spielen zuvor erwischten die Bremerhavener keinen guten Start. Vechta ging schnell in Führung, nachdem Josh Young im Alleingang neun Punkte erzielt hatte. Mit 8:26 langen die Eisbären nach dem ersten Viertel zurück. Auch im zweiten Viertel blieb der Rückstand mit 25:46 sehr deutlich.

"Solch schlechte Spiele sind nicht mehr tolerierbar"

Co-Trainer Harris lehnt sich angespannt während eines Spiels über die Bande.
Der nun ehemalige Co-Trainer Chris Harris. Bild: Imago | Nordphoto

Beste Werfer der Eisbären waren Jordan Brangers (19), Darnell Jackson (15) und Keith Benson (7) – doch auch mit ihnen gelang nach der Halbzeitpause nicht mehr die Wende. Als die dritte Niederlage in Folge perfekt war, machte Eisbären-Geschäftsführer Wolfgang Grube seinem Unmut über die Entwicklung der letzten Wochen Luft: "Drei solch schlechte Spiele hintereinander sind einfach nicht mehr tolerierbar." Die nächste Chance auf Besserung haben die Bremerhavener am 9. Dezember im Heimspiel gegen Würzburg.

Die Derby-Pleite war jedoch nicht die einzige schlechte Nachricht für die Eisbären: Am Freitagabend verabschiedete sich Co-Trainer Chris Harris nach fast fünf Jahren. Der 39-jährige Kanadier kehrt nach Hagen zurück, dort spielte und trainierte Harris bereits von 2004 bis 2012. Nun übernimmt er den Cheftrainerposten beim Basketball-Zweitligisten Phoenix Hagen. "Chris Harris war immer sehr engagiert und loyal", sagte Geschäftsführer Grube: "Wir lassen ihn ungern ziehen, aber diese Chance muss er einfach nutzen. Wir wünschen ihm alles Gute."

Mehr zu diesem Thema:

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 23. November 2018, 23 Uhr