Die Eisbären verhandeln über ihre Zukunft

Ob es für die Basketballer aus Bremerhaven in der 2. Liga weitergeht, steht noch nicht fest. Am Dienstag wurde mit der Stadt verhandelt – jetzt geht es um Geld.

Die Mannschaft der Eisbären Bremerhaven kommt im Kreis zusammen und klatscht sich ab.
Welche Spieler vielleicht auch in der 2. Liga weiter für die Eisbären spielen, ist auch noch völlig unklar. Bild: Imago | Beautiful Sports

Am Montag wurde noch gewettert und nachgetreten gegen die Baskets Oldenburg, da waren die Eisbären Bremerhaven nach dem Abstieg noch uneins mit sich und dem Basketball-Universum. Am Dienstag regierte wieder die Vernunft beim Klub aus Bremerhaven und schnell wurde klar, dass es ja irgendwie weitergehen muss. Und damit der Betrieb in der 2. Liga, der ProA, für die Eisbären weitergeht, muss die Finanzierung schnellstmöglich geklärt werden.

Daher setzten sich am Dienstag Bremerhavens Bürgermeister Torsten Neuhoff, ein Vertreter aus dem Referat für Wirtschaft und ein Vertreter der Stadthalle und der Tourismusgesellschaft "Erlebnis Bremerhaven" mit Eisbären-Geschäftsführer Wolfgang Grube zusammen und diskutierten die neuen Konditionen für eine künftige Unterstützung des Vereins.

Was wird aus den Altschulden?

Für die Bundesliga hatte es mit der Stadt einen Leistungsvertrag über 450.000 Euro für die Eisbären gegeben, doch diese Bedingungen müssten nun neu geschätzt und sehr wahrscheinlich nach unten korrigiert werden. Es sei ein "konstruktives Gespräch" gewesen, erklärte ein Sprecher der Stadt. Doch es gäbe noch einiges zu klären, daher kam man am Dienstag noch zu keinem konkreten Beschluss.

Auch über die Altschulden wurde bei diesem ersten Treffen noch nicht gesprochen. Die Stadt Bremerhaven bürgt für einen Großteil der Schulden in Höhe von 800.000 Euro. Diese Summe war ein Grund, weshalb die Basketball-Liga (BBL) den Eisbären die Lizenz für die Bundesliga verweigert hatte. Da sie ohnehin sportlich abgestiegen waren, ist die Berufung gegen die Verweigerung hinfällig. Die Schuldenfrage muss aber geklärt werden, sollte ein neuer Leistungsvertrag zustande kommen. So oder so gibt es eine Frist für die Eisbären-Zukunft: Bis zum 15. Juli müsste ein Vertrag geschlossen sein, ansonsten wird es keine Zweitliga-Saison für die Basketballer geben.

Mehr zum Thema:

  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 13. Mai 2019, 18:06 Uhr