Trainer gibt Eisbären neuen Mut für den Endspurt

Sieben Spiele vor Saisonende steht Bremerhaven auf einem Abstiegsplatz der Basketball-Bundesliga. Flügelspieler Adrian Breitlauch glaubt dennoch an den Klassenerhalt.

Eisbär Adrian Breitlauch hält den Basketball im Sprung mit beiden Händen fest, während Ulms Maximilian Ugrai den Block ansetzt.
Ulms Maximilian Ugrai (l.) und Eisbär Adrian Breitlauch. Bild: Imago

Sieben Spiele bleiben den Eisbären Bremerhaven noch, um den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga zu schaffen. Derzeit stehen sie mit nur 10 Punkten auf einem Abstiegsplatz – punktgleich mit Schlusslicht Jena. Zwei Zähler trennen die Eisbären vom rettenden 16. Platz. Es wird also knapp. Das weiß auch der Bremerhavener Flügelspieler Adrian Breitlauch. Trotzdem hat er neue Hoffnung nach einer sehr schlechten Saison.

Breitlauch ist der Lokalmatador im Team der Eisbären. Er lernte in Bremerhaven Basketball zu spielen, wurde mit der U19 der Eisbären sogar Vizemeister in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga. Seine Beziehung zum Verein ist deshalb inniger, als die der meisten anderen Spieler. Und deswegen nimmt ihn die Situation der Eisbären auch ganz besonders mit: "Es beschäftigt einen und es ist auch Druck da. Die Spiele werden weniger und wir müssen siegen", sagte er im Sportblitz.

Mut schöpfen im Alltag

Breitlauch fürchtet zwar den Abstieg, ist aber "frohen Mutes", den Klassenerhalt schaffen zu können. Ein Grund dafür sei der alltägliche Zuspruch der Bremerhavener: "Das hilft uns natürlich, wenn wir wissen, dass wir Unterstützung haben."

Hoffnung erweckt auch der neue Eisbären-Coach Michael Mai. Dieser trat Ende Februar die Nachfolge des komplett erfolglosen Dan Panaggio an. Ihm gelang kein einziger Sieg. Seit dem Trainerwechsel spielen die Bremerhavener deutlich besser.

"Wir haben offensiv und auch defensiv große Schritte nach vorne gemacht, spielen mit mehr Kämpferherz. Wir haben eine Leistungssteigerung gehabt in den letzten Wochen", meint Breitlauch und fügt an: "Der Trainerwechsel hat sich mehr als bezahlt gemacht."

Eisbären-Coach Michael Mai und Flügelspieler Adrian Breitlauch unterhalten sich am Rande eines Spiels.
"Ich bin sehr froh, dass er hier ist": Eisbären-Coach Michael Mai mit Adrian Breitlauch. Bild: Imago | Christian Kolbert

In der Tat haben die Eisbären von den sechs Spielen unter Mai zwei gewinnen können. Und sie haben sich auch zuletzt in der Partie beim Play-Off-Anwärter Würzburg wacker geschlagen. Die Bremerhavener gingen mehrfach in Führung und hielten das Spiel bis zuletzt offen. Am Ende unterlagen sie zwar mit 71:80, dennoch können sie aus der Partie Positives für die Zukunft ziehen. Breitlauch spricht von einer Aufbruchstimmung im Team.

Eingeschworen gegen den Abstieg

Abseits von fachlicher Kompetenz, hat der Trainer es mit seiner Art offenbar geschafft, einen starken Zusammenhalt im Team zu erzeugen. Nach den Spielen bilden die Spieler einen Kreis und "feiern den Trainer, freuen sich für ihn", sagt Breitlauch. "Ich bin sehr froh, dass er hier ist."

In den kommenden Wochen treten die Eisbären noch gegen zwei Konkurrenten aus dem Tabellenkeller an. Pflichsiege für Breitlauch. Am 28. April kommt die BG Göttingen, gespielt wird in Bremen. Am letzten Spieltag könnte es dann ein Endspiel gegen den derzeitigen Tabellen-Sechzehnten geben: Die Eisbären fahren am 12. Mai zum Mitteldeutschen BC. Mit Mai im Mai – das kann doch nur klappen.

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 8. April 2019, 18:06 Uhr