Bargfrede: "Er ist absolut der richtige Trainer"

Sieben Spiele ohne Sieg. In der Länderspielpause gibt es jetzt genug Zeit zur Analyse. In den Medien mehrt sich die Kritik an Werder-Trainer Alexander Nouri. Aber Mittelfeldmann und Werder-Dauerbrenner Philipp Bargfrede stellt sich hinter seinen Chef.

Philipp Bargfrede und Alexander Nouri.
Die Chemie stimmt. Philipp Bargfrede sagt, das Trainerteam liefere gute Arbeit. Bild: Imago | Nordphoto

Gerade mal drei Tore in sieben Spielen und nur vier Punkte: Werder hat einen deftigen Fehlstart in die Bundesligasaison hingelegt. Bremen im Tabellenkeller – fast schon eine Gewohnheit der letzten Jahre. Die Herbstkrise, altbekannt. Drei Trainer in vier Jahren, auch vor Werder haben die Automatismen der Branche zuletzt nicht mehr Halt gemacht, wenn es schlecht lief.

Nach einer starken Rückrunde ist Alexander Nouri mit viel Vorschusslorbeeren in die neue Saison gestartet. Doch ohne Siege wird es unruhig für den Trainer, zumindest in den Medien und in Fankreisen mehrt sich die Kritik. Im Verein aber ist alles ruhig, und die Spieler stärken Nouri den Rücken. Zuletzt war es Lamine Sané, heute hat sich Philipp Bargfrede für seinen Chef eingesetzt. "Ich bin der Meinung, dass der Trainer und das Trainerteam sehr gute Arbeit liefern, dass es nicht daran liegt, dass wir zu wenig Punkte haben."

Ich denke, dass er, wie er uns einstellt, absolut der richtige Trainer ist, weil er uns gut vorbereitet, was das Taktische anbelangt, was die Motivation anbelangt. Es fehlen im Moment noch Kleinigkeiten und daran ist, glaube ich, nicht der Trainer schuld.

Philipp Bargfrede

Bargfrede behält die Ruhe, genau wie sein Chef. "Ich glaube, dass wir nicht allzu schlecht spielen, wir haben in jedem Spiel gute Phasen drin, aber sind leider nicht konstant genug." Er hofft auf die Wende in den nächsten Spielen, auf etwas Glück. "Wir brauchen mal ein, zwei Situationen, wo der Ball auch mal reingeht, und dann kann generell die Situation kippen." Mit Glück zum Erfolg also und mit viel Ruhe.

Die haben die Bremer nun zwangsweise. Zwölf Nationalspieler sind derzeit unterwegs. Richtig gut trainieren kann Trainer Alexander Nouri so nicht. Bargfrede freut sich schon auf die kommende Woche, wenn das Team wieder komplett ist und das Gladbach-Spiel am Sonntag wartet. "Das wollen wir wuppen", sagt er.

  • Maike Albrecht

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 5. Oktober 2017, 23:20 Uhr