Werder-Präsident: "Fanszene sollte sich sehr intensiv hinterfragen"

Hubertus Hess-Grunewald hat die Gewalt gegen Polizisten am Wochenende verurteilt. Er könne eine Solidarisierung mit dem Täter nicht nachvollziehen.

Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald
Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald hat die Angriffe auf Polizisten am Wochenende scharf verurteilt. (Archivbild) Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald hat die Gewalt gegen Polizisten nach der Pokalpartie zwischen Atlas Delmenhorst und Werder Bremen verurteilt. Man hoffe, dass die Täter bald identifiziert werden, schreibt Werders Präsident Hess-Grunewald in einer Stellungnahme. Auch die Solidarisierung mit dem Täter sei nicht nachvollziehbar. "Die aktive Fanszene sollte sich an dieser Stelle sehr intensiv hinterfragen." Mit solchen Ausschreitungen werde ein differenzierter Blick auf die Arbeit von Ultra-Gruppierungen erschwert, teilte Hess-Grunewald mit. Gewalttäter zu schützen gefährde alle positiven Effekte der Fanarbeit der Ulta-Gruppierungen.

Die Forderung der CDU, dass Werder stärker gegen den Einsatz von Pyrotechnik im Stadion vorgehen müsse, wies Hess-Grunewald zurück. Mehr Kontrollen und höhere Strafen hätten das Problem an keinem Fußballstandort in Deutschland gelöst.

In Bezug auf die Proteste gegen die Umbenennung des Weser-Stadions sagte Hess-Grunewald, dass ihn die Aktionen nicht überrascht hätten. "Wir kennen die kritische Haltung der aktiven Fanszene zu diesem Thema." Werder sei aber ein Verein, der verschiedene Meinungen aushalten kann, wenn sie im Rahmen eines fairen Miteinanders ausgedrückt werden."

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 12. August 2019, 19 Uhr