Pokalspiel im Weser-Stadion: Der Trumpf von Atlas Delmenhorst

Kann Atlas Delmenhorst sein Pokalspiel im Weser-Stadion austragen? Die Gespräche mit dem DFB laufen und der Oberligist hat ein Ass im Ärmel.

Weser-Stadion wird innen beleuchtet
Atlas Delmenhorst hofft auf ein Pokalfest im Weser-Stadion. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Sollte der Deutsche Fußballbund entscheiden, dass Atlas Delmenhorst sein Pokalspiel im Bremer Weser-Stadion austragen darf, dann muss der Verband keine Angst haben einen Präzedenzfall zu schaffen. Denn diesen Präzedenzfall gibt es bereits, und der liefert dem Oberligisten ein gutes Argument für den Umzug.

In der Saison 1998/99 zog der damalige Zweitligist Tennis Borussia Berlin bei der Auslosung für das Achtelfinale den Bundesligisten Hertha BSC. Tennis Borussia hatte Heimrecht, zog es aber vor – ähnlich wie Atlas Delmenhorst – woanders zu spielen. Die Mannschaft trug zu dieser Zeit ihre Heimspiele im Mommsenstadion aus, ein Stadion mit einem Fassungsvermögen von 11.500 Plätzen. Zu wenig für ein Derby gegen den Stadtrivalen.

Umzug mit 40.100 Zuschauern

Für die Pokalpartie gegen Hertha BSC zog der Verein kurzerhand in das Olympiastadion um, also in die Heimstädte des Gegners. 40.100 Zuschauer kamen zu diesem Spiel, das Tennis Borussia am Ende mit 4:2 für sich entscheiden konnte.

Gegen diesen Tausch des Heimrechts hatte der DFB damals nichts einzuwenden. Das könnte Atlas Delmenhorst nun in die Karten spielen.

So freut sich Atlas Delmenhorst auf das DFB-Pokalspiel gegen Werder

Pokalauslosung in der ARD-Sportschau
Bild: ARD-Sportschau

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: Buten un binnen, 16. Juni 2019, 19:30 Uhr