Bremer Senat beschließt FFP2-Pflicht im Einzelhandel und Warnstufe 4

Bild: DPA | Armin Weigel
  • Stadt Bremen führt FFP2-Maskenpflicht im Einzelhandel ein
  • Warnstufe 4 bringt 2G-Plus-Regel für viele Innenräume
  • Beide Regeln sollen ab Montag gelten

Die Stadt Bremen weitet die FFP2-Maskenpflicht auch auf den Einzelhandel aus. Das hat der Senat am Donnerstag beschlossen. Die Pflicht soll ab kommenden Montag gelten. In Läden des täglichen Bedarfs gibt es eine Übergangsfrist bis zum 24. Januar. Wie im ÖPNV gilt die FFP2-Pflicht erst ab 16 Jahren.

Das ist nur eine neue Regel der neuen Warnstufe 4, in die der Senat die Stadt Bremen hochgestuft hat, da die Hospitalisierungsinzidenz dauerhaft über der Schwelle von 9 liegt. Außerdem soll wie schon angekündigt ab Montag in vielen Innenräumen in Bremen die 2G-Plus-Regel gelten. Rein darf also nur, wer geimpft oder genesen ist – und ein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen kann. Allerdings muss der Verfassungs- und Geschäftsordnungsausschuss der Bürgerschaft den neuen Regeln noch zustimmen.

Ausnahmen für Geboosterte und Frisch-Geimpfte

Die 2G-Plus-Regel gilt in Innenräumen unter anderem von Veranstaltungen, Gastronomie und Kultureinrichtungen, Schwimmbädern und Sportanlagen. Darüber hinaus wird für Besuche von Bremer Behörden die 3G-Regel eingeführt.

Allerdings gibt es einige Ausnahmen: Menschen, deren zweite Impfung noch keine drei Monate zurückliegt, brauchen keinen aktuellen Test. Für Menschen mit Booster-Impfung entfällt die Testpflicht generell, unabhängig davon, wie lange die Booster-Impfung zurückliegt. Unklar ist allerdings noch, ab wie vielen Tagen nach der Impfung der volle Booster-Schutz gilt. Das wollen Bund und Länder am Freitag beschließen. Kinder und Jugendliche unter 18-Jahren sind von der 2G-Plus-Regel ausgenommen. Schnelltests dürfen nicht älter als 24 Stunden sein. PCR-Tests bleiben 48 Stunden gültig.

Wer frisch geimpft ist und vor allem geboostert, hat einen sehr guten Schutz, auch gegen Omikron. Deswegen gibt es für diese Personen Ausnahmen von der Testpflicht.

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard im Interview.
Claudia Bernhard (Linke), Bremer Gesundheitssenatorin

Außerdem hat Bremen die Obergrenzen für Veranstaltungen weiter nach unten angepasst: Da die Inzidenz über 350 liegt, dürfen bei privaten Feiern drinnen nur noch bis zu 50 Personen zusammenkommen, draußen sind maximal 200 Personen erlaubt.

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Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 6. Januar 2022, 19:30 Uhr