Bremer E-Autobesitzer vermissen öffentliche Ladesäulen

Ein E-Auto steht an einer öffentlichen Ladesäule

E-Autos: Bremer Besitzer vermissen öffentliche Ladesäulen

Bild: DPA | Julian Stratenschulte
  • Land Bremen liegt beim Anteil der E-Autos knapp unter dem Bundesdurchschnitt.
  • Jeder zweite vermisst öffentliche Ladesäulen in Bremen und Bremerhaven.
  • Ergebnis einer Umfrage der staatlichen Förderbank KfW.

Die Zahl öffentlicher Ladesäulen hat für viele Menschen eine große Bedeutung bei der Entscheidung über den Kauf eines E-Autos. Im Land Bremen scheint es daran aber zu hapern, hat eine Studie der staatlichen Förderbank KfW ergeben. Demnach beklagt jeder zweite Besitzer eines E-Autos, dass es in Bremen und Bremerhaven zu wenig öffentliche Ladepunkte gibt. Insgesamt hätten sich 53,6 Prozent der Befragten entsprechend geäußert, heißt es.

Möglicherweise mit ein Grund, warum das Land Bremen beim Anteil der Elektro-Fahrzeuge mit 2,3 Prozent leicht unter dem Bundesdurchschnitt (2,4 Prozent) liegt. Immerhin hat hier gut jeder dritte E-Auto-Besitzer einen Stellplatz mit Stromanschluss. Insgesamt liegt Bremen bei der Verfügbarkeit von Ladesäulen im Bundesdurchschnitt. Rein rechnerisch müssen sich 22,9 Fahrzeuge einen Ladepunkt teilen (bundesweit: 23).

Ähnliche Situation in Niedersachsen

Auch in Niedersachsen ist der Wunsch nach Ladepunkten groß. Zwar liegt dort die Verfügbarkeit von öffentlichen Ladesäulen für Elektroautos etwas besser als in Bremen (21,9 Fahrzeuge pro Ladepunkt), dennoch beklagen viele Befragte einen Mangel. 62,7 Prozent der Befragten in Niedersachsen gaben an, dass der Mangel an öffentlichen Lademöglichkeiten ein Hindernis für den Kauf eines E-Autos sei. 29,4 Prozent der befragten Haushalte verfügen demnach über einen eigenen Parkplatz mit Lademöglichkeit. Mit 2,4 Prozent liegt der Anteil der E-Autos am Fahrzeugbestand im Bundesdurchschnitt.

KfW hat bundesweit tausende Haushalte befragt

Die Zahlen stammen aus dem KfW-Energiewendebarometer 2021. Für die repräsentative jährliche Umfrage wurden rund 4.000 private Haushalte in Deutschland befragt. Bundesweit ist der Bestand an Elektroautos laut KfW in den vergangenen zwei Jahren dreimal stärker gewachsen als die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte. "Die Ladeinfrastruktur muss nun mit der dynamischen Entwicklung bei den Elektroautos Schritt halten, um den Umstieg auf die Elektromobilität attraktiv zu machen", forderte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 21. April 2022, 7 Uhr