Regionalzug erfasst herrenloses Auto in Ganderkesee

Vor einem beschädigten Zug steht ein zerstörtes Auto
Bild: Nonstopnews
  • Bahn schleift Wagen rund 100 Meter weit mit
  • Fahrer hatte offenbar vergessen, Handbremse anzuziehen
  • Auto war auf Bahnübergang gerollt, während der Halter schlief

Ein Zug der Nordwestbahn ist in der Nacht in Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) mit einem verlassenen Wagen an einem Bahnübergang zusammengestoßen. Wie die Polizei berichtet, wurde das herrenlose Auto etwa 100 Meter mitgeschleift. Der Schaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt. Wegen der Streckensperrung in dem Bereich kann es zu Zugausfällen kommen.

Die Einsatzkräfte hatten am Unfallort zunächst intensiv nach möglichen Opfern gesucht. Nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass sich der Wagen offenbar selbständig gemacht hatte, weil der Fahrer die Handbremse nicht angezogen hatte. Der Wagen rollte deswegen die abschüssige Straße in Richtung Bahnübergang hinab. Der Besitzer lag derweil schlafend im Bett.

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis die Polizei ermitteln konnte, dass der Halter zu Hause im Bett liegt und der Pkw sich selbständig gemacht hat.

Norbert Twisterling, Einsatzleiter der Feuerwehr

Polizei ermittelt gegen Halter

Das Unglück könnte dem Halter jetzt auch juristische Probleme bereiten: Die Polizei hat nach eigenen Angaben inzwischen Ermittlungen gegen den 56-Jährigen aufgenommen. Weil der Wagen nicht ausreichend gesichert gewesen sein soll, wurde ein entsprechendes Verfahren gegen den Mann eingeleitet.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 20. Januar 2022, 6:30 Uhr