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So können Bremerinnen und Bremer ukrainischen Flüchtlingen helfen

Ein Mädchen und eine Frau sitzen neben Koffern und Taschen. Auf der obersten Tasche liegt ein Teddy.

So können Bremerinnen und Bremer ukrainischen Flüchtlingen helfen

Bild: Imago | Alexey Vitvitsky

Bremens Sozialsenatorin Anja Stahmann rechnet mit 3.800 ukrainischen Flüchtlingen. Sie appelliert an die Bevölkerung, Wohnungen bevorzugt an Geflüchtete zu vermieten.

Immer mehr Flüchtlinge machen sich aus der Ukraine auf den Weg nach Deutschland. Das Bremer Sozialressort organisiert die Aufnahme und bittet auch alle Bremerinnen und Bremer um Hilfe.

Wo finden ukrainische Flüchtlinge Hilfe?
Ukrainerinnen und Ukrainer, die in Bremen Schutz suchen, können sich zunächst an die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in der Lindenstraße in Vegesack wenden. Darauf weist Bremens Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) hin. Sie seien dazu zunächst aber nicht verpflichtet. Sie könnten auch bei Freunden, Bekannten und Verwandten unterkommen – oder in einem Hotel, sofern die finanziellen Mittel dafür vorhanden seien.
Wie viele ukrainische Flüchtlinge werden in Bremen erwartet?
Über die Zahl der zu erwartenden Flüchtlinge aus der Ukraine herrscht laut Stahmann weiter Unklarheit, derzeit geht sie von bis zu 3.800 Menschen in den kommenden Wochen und Monaten aus. "Ich erwarte die Kriegsflüchtlinge eher früher als später", so Stahmann.
Hat Bremen ausreichend Kapazitäten, um Flüchtlinge aufzunehmen?
Derzeit seien die Aufnahmeeinrichtungen des Landes und der Stadt Bremen mit ihren rund 5.400 Plätzen zu 90 bis 95 Prozent ausgelastet, die Kapazitäten könnten mit großer Anstrengung erst in den kommenden Tagen und Wochen spürbar ausgebaut werden. Vor diesem Hintergrund ruft Stahmann auch Wohnungseigentümerinnen und ‑eigentümer dazu auf, bevorzugt an Geflüchtete zu vermieten, damit Plätze in Gemeinschaftsunterkünften frei werden. Er werde vermutlich nur wenige Wochen dauern, bis die ersten Geflüchteten einen Aufenthaltsstatus hätten, der ihnen die Anmietung einer eigenen Wohnung erlaube. Bis dahin müsse Bremen die meisten Flüchtlinge vermutlich in Gemeinschaftsunterkünften unterbringen.

Die Menschen, überwiegend Frauen und Kinder, fliehen aus einem Land mitten in Europa, das heimtückisch mit einem massiven Krieg überzogen worden ist. Sie brauchen jetzt alle denkbare Unterstützung, auch von der Zivilgesellschaft.

Sozialsenatorin Anja Stahmann im Interview bei buten un binnen.
Anja Stahmann, (Grüne), Bremens Sozialsenatorin
Wohin können sich Bremerinnen und Bremer wenden, die eine Unterkunft anbieten möchten?
Wer eine Wohnung oder ein Zimmer anbieten möchte, wird gebeten, sich an die Wohnraumberatung für Geflüchtete zu wenden. Sie wird von der AWO im Auftrag der Stadt Bremen betrieben.

Für größere Immobilien, wie zum Beispiel Gewerbeimmobilien, ist die Sozialbehörde direkte Ansprechpartnerin. Sie ist über die Mailadresse wohnraum@soziales.bremen.de zu erreichen.

Wer einfach einen Übernachtungsplatz für Menschen aus der Ukraine anbieten möchte, meldet sich laut Sozialressort am besten beim gemeinnützigen Angebot "Elinor".
Wie lange können ukrainische Flüchtlinge in Deutschland bleiben?
"Grundsätzlich können Menschen aus der Ukraine sich visafrei für drei Monate in Deutschland aufhalten", erklärt Stahmann. Sie geht davon aus, dass alle weiteren Entscheidungen über den rechtlichen Status ihres Aufenthalts in Deutschland voraussichtlich bereits in der kommenden Woche auf Bundesebene fallen werden. "Wichtig ist mir im Moment die Botschaft, dass niemand zurückgeschickt wird. Wir wollen die Menschen in der Mitte unserer Gesellschaft aufnehmen. Alles Weitere klären wir im Nachlauf."

Bremer unterstützen die Ukrainer bei ihrer Flucht vor dem Krieg

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 27. Februar 2022, 12 Uhr