Fragen & Antworten

Endlich Sommer: So heiß wird es jetzt in Bremen und Bremerhaven

Wirklich glücklich waren viele Menschen im Land Bremen bislang nicht mit dem Sommer. Aber das dürfte jetzt anders werden. Es wird warm – sehr warm. Das sollten Sie wissen.

Video vom 5. August 2020
Mehrere Personen rennen ins Wasses.
Bild: Radio Bremen

Während das Wetter am Mittwoch noch an der 30-Grad-Marke kratzt, wird es danach immer heißer. Und allzu schnell wird es auch nicht kühler, wie Meteorologe Christian Schubert vom Wetterdienstleister Meteogroup erklärt.

Wie heiß wird es in den kommenden Tagen?
Ab Donnerstag steigen die Temperaturen in Bremen und Bremerhaven für eine Woche auf Werte von mehr als 30 Grad. Der heißeste Tag wird dabei wahrscheinlich der Samstag werden.
BremenBremerhaven
Donnerstag3130
Freitag3230
Samstag3431
Sonntag3127
Montag3027
Dienstag3129
Mittwoch3129
Wie stabil ist das Hoch – wie lange hält das Sommerwetter an?
"Nach aktuellem Stand bleibt es bis mindestens Mitte der kommenden Woche sehr warm bis heiß und auch danach werden die Temperaturen nur langsam zurückgehen", erklärt Schubert. "Die Frage ist, wann es auch wieder die ersten Gewitter bis nach Bremen schaffen werden, weil das Hoch nächste Woche allmählich schwächer wird. Ab Mittwoch kommender Woche steigt die Wahrscheinlich für Regengüsse und Gewitter deutlich an."
Müssen wir uns um eine Dürre sorgen?
Während sich gerade in den Ferienmonaten viele über die Hitze freuen, schwingen fast immer auch negative Gedanken mit. Einer davon ist die Angst vor einer Dürre. Hier kann Schubert jedoch Entwarnung geben: "Die letzten Wochen brachten recht ordentliche Niederschlagssummen, davon können die Böden noch ganz zehren, auch wenn es jetzt über einige Tage hinweg sonnig, trocken und heiß ist", so der Meteorologe.

Da auch nicht zu befürchten ist, dass das trockene Wetter jetzt über mehrere Wochen anhält, wird Dürre kein Thema sein.

Meteorologe Christian Schubert
Sind die heißen Tage eine "normale" Sommerhitze – oder Klimawandelfolge?
Einzelne Wetterereignisse kann man grundsätzlich nur schwer in einen langfristigen Trend einordnen, wie Schubert weiter erzählt. Dafür müsste man sich anschauen wie sich die Durchschnittstemperaturen, oder die Anzahl der Hitzetage im Verlauf der letzten Jahrzehnte entwickelt haben: "Gerade in diesem Jahr haben wir aber im Vergleich zu den letzten beiden Jahren bislang nur sehr wenige heiße Tage erlebt und dieser Rückstand wird auch mit der jetzt kommenden Hitzewelle nicht aufgeholt."
Mit welchen Fachbegriffen kann ich bei Freunden punkten?
Heiße Wetterphasen oder Hitzewellen über einige Tage hinweg sind gerade Ende Juli und Anfang August in Mitteleuropa nicht ungewöhnlich, erklärt Schubert. "Wir sprechen da von den sogenannten 'Hundstagen', oftmals der heißesten Zeit des Jahres." Und nachts wird es nicht richtig abkühlen. Die Temperaturen liegen dann bei 17 bis 20 Grad. Wenn die Temperatur in der Nacht nicht unter 20 Grad sinkt, reden Meteorologen von einen "Tropennacht".
Ist es ein bislang "schöner" oder eher "trauriger" Sommer?
"Wir Meteorologen ordnen Wetter eher ungern in Kategorien wie traurig oder schön ein, denn welches Wetter schön ist, liegt sehr im Auge des Betrachters. Manch einer findet Sonnenschein bei 30 Grad noch herrlich, dem anderen reichen 25 Grad völlig aus, wieder jemand anders freut sich wenn es regnet", sagt der Meteorologe. Bislang sei der Sommer ziemlich durchschnittlich gewesen. Die letzten beiden Sommer dagegen waren deutlich zu warm und zu trocken. Es gab bereits 19 Sommertage mit Werten von 25 Grad und darüber "Der Durchschnitt liegt bei 26, die werden wir locker schaffen und übertreffen dieses Jahr."
Wie kann man den Sommer in Zeiten von Corona genießen?
Dieser Sommer ist kein gewöhnlicher. Denn die Coronapandemie ist nicht überstanden und viele Virologen warnen vor einer "zweiten Welle". Es gelten folgende Regeln:
  • Aus zwei Haushalten dürfen sich beliebig viele Menschen treffen. Kommen die Menschen aus mehr als zwei Haushalten, darf man sich an der Weser, an Badeseen oder anderen öffentlichen Orten mit maximal zehn Leuten treffen
  • Grillen ist erlaubt, sofern man sich an die Regeln mit der maximalen Anzahl an Menschen und Haushalten hält
  • Tickets für die Bremer Schwimmbäder sind weiterhin limitiert und nur online oder bei Karstadt Sports erhältlich. Wer nicht gerade im Wasser oder auf dem Weg dorthin ist, muss auf dem Gelände des Schwimmbads einen Mund- und Nasenschutz tragen. Außerdem sind die Umkleiden und Duschen weiterhin gesperrt. Den Eintritt für das Weser-Strandbad in Bremerhaven bezahlt man vor Ort, wenn zu viele Gäste erscheinen, wird der Einlass aber gestoppt. Für das Freibad Grünhöfe muss man sich online ein Zeitfenser buchen. In den Bremerhavener Bädern gibt es bisher keine Maskenpflicht.
  • Veranstaltungen und sonstige Zusammenkünfte sind in Bremen in geschlossenen Räumen für bis zu 250, an der frischen Luft für bis zu 400 Menschen erlaubt. Voraussetzung ist jeweils, dass ein Hygienekonzept vorgelegt werden kann, eine Namensliste geführt und der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird.
  • Grundsätzlich sollten Sozialkontakte minimiert und Abstand gehalten werden – letzteres fällt bei Hitze und Schweiß ja vielleicht etwas leichter als in der Kälte.

Autor

  • Yannick Lemke

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 5. August 2020, 19:30 Uhr