2,7 Grad zu warm: Das sagt ein Meteorologe zum Frühlings-Februar

Sonne satt: Die letzten Tage haben zu Fahrradtouren und den ersten Eiskugeln des Jahres eingeladen. Doch wirklich rekordverdächtig wird der Monat wohl nicht mehr.

Hunte und Kanal-Route Wardenburg mit dem Rad
Am vergangenen Wochenende nutzten viele das gute Wetter für Ausflüge mit dem Rad (Archivbild).

Der diesjährige Februar ist in Bremen bisher deutlich wärmer, als für den Monat eigentlich normal ist. In den letzten Tagen wurden Temperaturen von über 15 Grad erreicht. Der Mittelwert für den Februar liegt aktuell bei 4,7 Grad Celsius – was laut Frederik Raff von der Meteogroup 2,7 Grad "zu warm" ist. Nur etwa alle zwölf Jahre komme so ein milder Februar durchschnittlich vor.

Doch so lange muss man gar nicht zurückschauen, um ähnliche Temperaturen zu finden: "Auch der Februar 2014 ist in Bremen mit einer Durchschnittstemperatur von 5,4 Grad zu warm ausgefallen", erklärt Meteorologe Raff. Bleibt es in den letzten Februartagen weiterhin warm, könnte der Wert in diesem Februar noch erreicht werden. "Doch mit dem Februar 1990 werden wir in diesem Jahr nicht konkurrieren können", so Raff. Mit einer Durchschnittstemperatur von 6,7 Grad ist er der wärmste Bremer Februar seit Beginn der Messung 1890.

Bleibt es weiterhin warm?

"Nachdem uns die vergangenen Tage mit strahlend sonnigem und vorfrühlingshaft mildem Wetter verwöhnt haben, erwartet uns ab morgen erst einmal ein kleiner Dämpfer", sagt Raff. Bis einschließlich Donnerstag wird der Himmel größtenteils mit Wolken bedeckt sein, teilweise kann es auch regnen. "Eine wirkliche Abkühlung steht uns dabei aber nicht ins Haus, mit Höchstwerten von acht bis zwölf Grad und frostfreien Nächten geht es nämlich zu mild für diese Jahreszeit weiter", so der Meteorologe. Zum kommenden Wochenende soll es dann wieder sonnig und mild werden.

Was bedeutet der warme Februar für den Rest des Jahres?

Nichts. Bauernregeln wie "Wenn's im Februar nicht schneit, dann schneit es in der Osterzeit" bewahrheiten sich nur durch Zufall. "Aus dem aktuellen Wetter lassen sich keine Rückschlüsse über den Wetterverlauf des restlichen Jahres ziehen", so Raff. "Eine verlässliche Wettervorhersage beschränkt sich je nach Beständigkeit der Großwetterlage auf zwei bis sechs Tage."

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  • Yannick Lemke

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 18. Februar 2019, 23:30 Uhr.