Infografik

Warum es in Bremen deutschlandweit am seltensten blitzt

Blitze zeichnen sich am Himmel hinter einer Autobahn und Windrädern ab. (Archivbild)
In Norddeutschland ein seltener Anblick: Gewitter mit Blitzen. Bild: Imago | Photothek
  • 181 Mal hat es im Land Bremen 2020 geblitzt
  • Pro Quadratkilometer ist das weniger als in allen anderen Bundesländern
  • Warum das so ist erklärt ein Meteorologe

Nur 0,5 Mal hat es im Land Bremen 2020 pro Quadratkilometer geblitzt. Das geht aus dem Blitzatlas des Blitz-Informationsdienstes von Siemens hervor. Damit ist Bremen das Bundesland mit den wenigsten Blitzen pro Quadratkilometer, hinter Thüringen und Hessen. Insgesamt hat es im vergangenen Jahr 181 Mal geblitzt.

Generell weniger Gewitter im Norden

Auch im Jahr 2019 lag Bremen in der Rangliste auf einem der unteren Plätze. Das liegt laut Meteorooge Torsten Walter daran, dass es in Norddeutschland allgemein weniger Gewitter gibt als im Süden.

Dort gibt es nämlich mehr Berge, die für ordentlich Turbulenzen in der Luft sorgen – Vorraussetzung für die Entstehung von Gewittern. Außerdem bewege sich die Luft am Meer eher abwärts, für Gewitter sind aber aufwärtsgerichtete Ströme von Vorteil, so Walter. Letztlich sei die Luft im Süden durch die Nähe zum Mittelmeer zudem generell wärmer, feuchter und energiegeladener als im Norden.

So oft hat es in den Bundesländern pro Quadratkilometer geblitzt

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Dass Niedersachsen trotzdem auf den vorderen Plätzen liegt, liegt laut dem Meteorologen an der großen Fläche des Landes: Ein Großteil der Blitze werde wohl eher im Süden des Landes gemessen worden sein. Auch Hamburgs hohe Positionierung sei ein Ausreißer: Im Vorjahr landete der Stadtstaat noch auf dem letzten Platz.

Weitere Informationen:

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 29. Juli 2021, 23:30 Uhr