Infografik

Warum Starkregen Bremen öfter trifft als das Umland

  • 2002 bis 2017: Etwa 63 von 1.000 Bremer Häusern beschädigt
  • Bremen Spitzenreiter in der Region, Bremerhaven liegt bei rund 22 Häusern
  • Bundesweit hinterließ Starkregen Schäden von mehr als sechs Milliarden Euro
Jemand tritt mit Gummistiefeln in eine Wasserfläche in einem Keller.
Vollgelaufene Keller sind ein häufiger Schaden bei extremen Regenfällen.

Die Gebäude in der Stadt Bremen sind in der jüngeren Vergangenheit besonders oft durch Starkregen beschädigt worden. Das ergab eine Studie des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und des Deutschen Wetterdiensts (DWD). Sie bezieht sich auf die Jahre 2002 bis 2017. Demnach wurden in Bremen während dieses Zeitraums etwa 63 von 1.000 Häuser durch Starkregen in Mitleidenschaft gezogen. In Bremerhaven waren es nur etwa 22.

Auf den höchsten Wert im Bremer Umland kommt der Landkreis Cuxhaven mit rund 50 Schäden pro 1.000 Häuser, am seltensten sind Gebäude im Kreis Wesermarsch betroffen (11 Schäden pro 1.000 Gebäude).

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Diese Häufung in Bremen ist jedoch nur zufällig, sagen die Macher der Studie. "Unsere Untersuchung zeigt, dass jeder Ort in Deutschland quasi gleich stark von solch gefährlichen Regenmengen bedroht ist", sagt Andreas Becker vom DWD. "Gegenden, die im Untersuchungszeitraum nur wenige Schäden durch Starkregen erlebten, haben bislang schlicht Glück gehabt."

Kosten in Bremen liegen unter dem Bundesschnitt

Anders sieht es bei den durchschnittlichen Kosten aus. Sie liegen in Bremen bei rund 2.800 Euro pro Schaden und fallen damit verhältnismäßig gering aus. Teilweise deutlich teurer wurde es im Umland – Spitzenreiter ist Delmenhorst (durchschnittlich 4.539 Euro). Der bundesweite Schnitt für die Beseitigung der Folgen von vollgelaufenen Kellern und durchnässten Wänden liegt mit 5.293 Euro noch höher.

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Die Studie bezieht sich auf besonders starke Regenfälle, die binnen weniger Stunden konzentriert niedergehen und plötzliche örtliche Überschwemmungen auslösen. Diese haben in Deutschland im beobachteten Zeitraum einen Schaden von 6,7 Milliarden Euro verursacht. Insgesamt gab es knapp 1,3 Millionen Schäden an Wohngebäuden. Dauerregenfälle wurden in der Studie nicht berücksichtigt.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Nachmittag, 25. November 2019, 16:37