Was ist zu tun, wenn man Wale in der Weser sichtet?

Im Frühjahr zieht es Schweinswale wieder in die Flüsse. Auch in Bremen und der Unterweser tauchen sie auf. Tierschützer bitten nun, Sichtungen zu melden.

Die Rücken zweier Schweinswale im Wasser
So sehen sie aus: Zwei Schweinswale in der Elbe. Wer solche Tiere sieht, die oft als Paar auftauchen, sollte die Sichtung melden. Bild: Schweinswale e.V. | Karsten Bartel

Drei Sichtungen der Tiere wurden dem Verein "Schweinswale e.V." 2018 schon aus Bremen gemeldet: Eins tauchte in der Weser nahe der Überseestadt auf, eins in Höhe der City und eins beim Weserwehr. Weiter nördlich wurden zwei Tiere bei Elsfleth gesehen, die erste Bremerhavener Sichtung des Jahres wurde gerade erst am Sonntag gemeldet.

Wale folgen ihrer Beute ins Binnenland

Schweinswal schaut aus dem Wasser
Und so sehen die Tiere aus, wenn sie nicht einfach vorbei schwimmen. Bild: Schweinswale e.V. | S. Koschinski

Dass die Wale hier auftauchen, ist nicht ungewöhnlich: "Der Schweinswal ist unser einziger heimischer Wal", sagt Denise Wenger vom Verein "Schweinswale". Und es gibt einen Grund, warum die Tiere in die Flüsse schwimmen: Sie folgen ihren Beutefischen, etwa Stindten, bis ins Binnenland.

Der Verein "Schweinswale" möchte das Vorkommen der Schweinswale erfassen und bittet darum alle, die solche Tiere sehen, dies zu melden. Der Verein hat dazu eine eigene Seite eingerichtet. Für Menschen, die viel am und auf dem Wasser unterwegs sind, gibt es dort sogar eine eigene Melde-App.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Das war der Tag, 23. April 2018, 23:20 Uhr