Infografik

Rekord: Bremer Winter war so warm wie noch nie

Es war der mildeste je in Europa gemessene Winter – und auch in Bremen und Bremerhaven gab es Wärmerekorde. Am 16. Februar wurden in Bremen 18,1 Grad gemessen.

Drei Gänseblümchen am Osterdeich
Gänseblümchen statt Morgentau: Der Winter war zu warm, doch richtig warme Frühlingstage sind noch nicht in Sicht.

Mit durchschnittlich 5,6 Grad Celsius war der Winter im Land Bremen im Durchschnitt so warm wie noch nie. Meteorologe Christian Schubert vom Wetterdienstleister Meteogroup liest aber noch weitere Superlative aus den Wetterdaten: "Am 16. Februar wurden hier 18,1 Grad gemessen. Nur ein einziger Wintertag war im Land Bremen jemals wärmer: Das war der 26. Februar 1900."

Bremer Durchschnittstemperaturen im Winter seit Beginn der Aufzeichnungen

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Bremerhaven liegt mit einer Durchschnittstemperatur von 5,7 Grad sogar noch 0,1 Grad über dem Schnitt des Bundeslandes. Hier waren vor allem der Dezember und Januar wärmer als in der Stadt Bremen.

Wintermonate: Stadt Bremerhaven

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Wintermonate: Stadt Bremen

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Bei überdurchschnittlich viel Regen gab es in den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar unterdurchschnittlich selten Dauerfrost – nämlich nur an einem einzigen Tag mit klirrender Kälte unter null Grad.

War’s das jetzt mit dem Warten auf den Winter?

Nachtfrost, Graupel und sogar Schnee bis in den Mai hinein sind zwar nicht ungewöhnlich, sagt Schubert. Aber mit einem echten Kälteeinbruch rechnet der Meteorologe nicht mehr. "Dagegen sprechen die langfristigen Prognosen: Da ist nichts absehbar." Nicht absehbar ist allerdings auch richtig warmes Frühlingswetter. "Wenn die Wetterlage so anhält, müssen wir darauf noch warten. Da müsste sich doch mal ein Hochdruckgebiet durchsetzen. Und das ist momentan nicht absehbar."

Nie mehr Schneeschippen?

Die Wahrscheinlichkeit milder Winter nimmt laut Schubert nachweisbar zu. Er schließt aber nicht aus, dass wir auch wieder "echte" Winter erleben: "Es gab auch in den letzten 20 Jahren immer wieder kalte Winter. Die werden eben nur viel seltener." Schwankungen gäbe es also weiterhin – wie 1996 oder auch im Winter 2010. "Der Schwankungsbereich verschiebt sich aber eben nach oben. Unsere Schlitten werden wir zwar seltener gebrauchen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir immer mal wieder so viel Schnee bekommen, dass sie zum Einsatz kommen."

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, 2. März 2020, 10:40 Uhr