"Polarstern" macht sich auf den Weg in die Antarktis

  • Forschungsschiff des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts bricht am Nachmittag auf
  • Ziel: Die Umgebung eines riesigen abgebrochenen Eisberges
  • 50 Forscher an Expedition beteiligt
Die Polarstern im Eis
Der Forschungseisbrecher des AWI wird bis Ende Juni unterwegs sein. Bild: Alfred-Wegener-Institut | Stefanie Arndt

Die "Polarstern" wird versuchen, zum Schelfeis an der antarktischen Halbinsel vorzudringen. Dort war im Sommer letzten Jahres einer der größten jemals erfassten Eisberge abgebrochen. Über 50 Forscher aus fünf Ländern wollen nun erkunden, wie der Meeresboden unter dem abgebrochenen Eis aussieht und welche Lebewesen sich dort befinden. Außerdem wollen sie untersuchen, welche Auswirkungen der Abbruch des Eisberges auf das Ökosystem hat.

Die antarktische Halbinsel ist eine der Weltregionen, die sich am schnellsten erwärmen. Als mögliche Folge davon sind Eisgebiete zerfallen. Später brach der große Eisberg ab. Weil das Gebiet sehr abgeschieden ist, gibt es bisher kaum wissenschaftliche Daten.
Die "Polarstern" fährt zunächst nach Kapstadt in Südafrika. Dort steigen neue Expeditionsteilnehmer zu. Sie wollen über lange Zeit Meeresdaten aufnehmen. Außerdem versorgt die "Polarstern" die Antarktis-Station Neumayer III. Ende Juni 2019 wird sie in Bremerhaven zurückerwartet.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 11. November 2018, 11 Uhr