Fragen & Antworten

Feiern in Corona-Zeiten: Was ist in Bremen erlaubt – und was nicht?

Endlich Sommerferien: Da steigt auch die Zahl der Feiern und Gartenpartys. Doch noch immer gibt es Corona-Auflagen, die man beachten muss. Ansonsten kann es teuer werden.

Menschen heben Biergläser in die Höhe und stoßen miteinander an.
Trotz der Corona-Gefahren treffen sich Menschen bei warmem Wetter gerne zu Partys. Bild: Imago | Westend61


Auch nach vier Monaten Corona-Ausnahmezustand, immer niedrigeren Infektionszahlen und immer mehr Lockerungen der Kontaktbeschränkungen gibt es noch immer ein paar Regeln, an die man ernst nehmen sollte: Abstand halten, ordentlich die Hände waschen und in Bussen, Bahnen und Läden Masken tragen. Doch es gilt sich auch an die Regeln für Feste und Feierlichkeiten im privaten Rahmen zu halten.

Worauf kommt es bei kleineren Partys an?
Ohne größere Auflagen dürfen maximal 10 Personen aus bis zu 10 unterschiedlichen Haushalten zusammenkommen. Die dürfen dann auch den Mindestabstand von 1,50 Meter unterschreiten, wenn sie beispielsweise beim Essen auf der privaten Terrasse sitzen. Sobald es mehr Menschen sind, braucht es dann ein Hygienekonzept.
Was ist bei größeren Feiern zu beachten?
Grundsätzlich sind inzwischen in geschlossenen Räumen bis zu 250 Menschen erlaubt, unter freiem Himmel sind es sogar 400. Bei dieser Größenordnung müssen dann allerdings entsprechende Corona-Auflagen eingehalten werden. Außerdem ist ein Hygienekonzept notwendig.

Wie ein solches Konzept aussehen muss? Die Form ist nicht vorgegeben, ob mit dem PC oder von Hand auf einen Zettel geschrieben. Wichtig ist nur, dass es den Besuchern bekannt ist und dass sie es auch einhalten. Auf der Homepage der Gesundheitssenatorin gibt es eine Checkliste: Man muss erklären können, wie die 1,50 Meter Abstand eingehalten werden. Wenn die Party in einem Gebäude stattfindet, muss geklärt sein, wie oft und wie lange gelüftet wird. Außerdem muss gewährleistet sein, dass alle Gäste im Anschluss kontaktiert werden können. Das ist notwendig, falls ein Gast nach der Feier positiv getestet wird.

Und ganz wichtig: Die Händehygiene muss gesichert sein. Dabei kommt es aber nicht zwingend Papierhandtücher und Desinfektionsmittel an. Man solle mit Augenmaß handeln, rät der Sprecher der Gesundheitsbehörde.

Sind auf meiner Veranstaltung elf Personen, die sich zwei Handtücher teilen können, ohne dass diese komplett durchtränkt und durchfeuchtet sind? Oder habe ich 250 Gäste und ein einziges Händehandtuch? Das wäre auf jeden Fall nicht ausreichend. Es gibt also keine starre Vorgabe. Es muss der Situation angemessen sein.

Lukas Fuhrmann, Sprecher Bremer Gesundheitsressort

Man muss bei größeren Feiern das eigene Hygienekonzept nicht extra einreichen, aber es auf Verlangen vorzeigen können.

Was droht mir, wenn ich gegen die Auflagen verstoße?
Als Veranstalter sind bis zu 2.500 Euro und als Gast bis zu 200 Euro Strafe fällig. Bislang gab es aber noch keine nennenswerten Verstöße, teilt die Bremer Innenbehörde mit. In der Regel bekommt auch niemand was von einer privaten Veranstaltung mit. Es sei denn, die Nachbarn melden sich besorgt bei der Polizei, weil sie den Eindruck haben, da wird ohne Hygiene und Distanz mit zu vielen Leuten gefeiert.

Urlaubsalternative: Wie Bremer trotz Corona die Zeit rumkriegen?

Video vom 17. Juli 2020
An einem Strand eines Flusses schließte eine grüne Wiese an. Darauf steht ein Hochbeet in Form eines Schiffes.
Bild: Radio Bremen

Autor

  • Mario Neumann

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Nachmittag, 18. Juli 2020, 16:40 Uhr