Bremerhavener wollen aus Algen Verpackungen entwickeln

  • Drei Firmen und Institutionen beginnen Forschungsprojekt
  • Es sollen nachhaltige Verpackungen aus Algen entstehen
  • 2020 soll es Ergebnisse geben
Algen
Algen sollen bis 2020 für nachhaltige Verpackungen nutzbar gemacht werden. Bild: Imago | alimdi

Fast Food und Systemgastronomie sind in Mode – mit entsprechenden Folgen für die Umwelt: Verpackungen aus Karton, Papier oder Hartschaum bleiben nach dem schnellen Essen zurück. Dagegen wollen drei Institutionen und Unternehmen aus Bremerhaven etwas tun. Heute haben sie einen Vertrag zum Projekt "Mak-Map" unterschrieben.

Das Ungewöhnliche ist der neue Verpackungs-Rohstoff: veredelte Makroalgen. "Das Ziel von Mak-Pak ist es, eine nachhaltige Verpackungslösung für den To-Go-Bereich zu entwickeln", sagt Frederike Reimold von der Hochschule Bremerhaven, die das Projekt leitet und koordiniert. Die Aufgaben bei dem Projekt sind klar verteilt: Das Alfred-Wegener-Institut (AWI) soll geeignete Algen identifizieren, die Hochschule wird erforschen, wie sich die Algen verarbeiten lassen und die in Bremerhaven ansässige Nordsee-Restaurantkette wird sich um das Produktdesign und erste Tests in der Praxis kümmern.

Viele praktische Probleme sind noch zu lösen

Drei Menschen unterschreiben Papiere
Offizieller Start: Vertreter von AWI, Hochschule Bremerhaven und Nordsee unterzeichnen den Projektvertrag.

Dabei gebe es eine Reihe praktischer Probleme zu lösen: "Wie stelle ich aus Algen eine geeignete Masse her und wie kann ich sie schließlich in Form gießen? Welche Beschichtung muss entwickelt werden, damit der Kunde die Verpackung nicht an der Hand hat und das Lebensmittel die Verpackung nicht aufnimmt – und die Verpackung nicht die Feuchtigkeit aus dem Lebensmittel?" nennt Frederike Reimold als Forschungsaufgaben. 2020 soll das Projekt enden. Es wird vom Bundesernährungsministerium gefördert.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 14. März 2018, 19:30 Uhr