Bereits 1.600 gemeldete Funklöcher in Niedersachsen

  • Bereits 1.600 Meldungen über Funklöcher innerhalb einer Woche
  • Angaben der Mobilfunk-Konzerne sind offenbar oft nicht korrekt
  • Ergebnisse sollen in die Verhandlungen über den Netzausbau mit den Anbietern einfließen
Arbeiter installiert einen Funkmasten für Mobilfunk.
Vor allem in ländlichen Gebieten hat man häufig keinen Empfang mit dem Handy. Bild: Imago | MiS

In Niedersachsen haben Bürger der Landesregierung bereits 1.600 Hinweise auf Funklöcher gegeben. Das ist das Ergebnis einer ersten Zwischenbilanz, eine Woche nach dem Start eines Internet-Portals zur Meldung von Funklöchern beim niedersächsischen Wirtschaftsministerium.

Funklöcher gibt es demnach vor allem in ländlichen Regionen. Und zwar bei allen Mobilfunkanbietern. Das teilte das niedersächsische Wirtschaftsministerium mit. Offenbar stimmten die Angaben der Konzern nicht immer mit der Realität überein, sagte Wirtschaftsminister Bernd Altmusmann (CDU) der Deutschen Presseagentur. Es gebe einen klaren Handlungsbedarf.

Noch bis zum 18. Mai können Bürger über das Funkloch-Portal der Landesregierung Probleme mit dem Mobilfunk melden. Die Ergebnisse sollen in Verhandlungen mit den Anbietern über den Netzausbau einfließen. Niedersachsen plant bis zum Jahr 2022 Investitionen von einer Milliarde Euro in schnellere Netze und digitale Projekte. Einzelheiten will die Landesregierung spätestens im September vorstellen.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 6. Mai 2018, 10 Uhr