Bremerhavener Forscher: Boden in Dauerfrost-Regionen wird wärmer

  • Internationale Studie belegt Erwärmung auch in Permafrost-Regionen
  • Deutlichste Steigerung wurde in der Arktis gemessen
  • Alfred-Wegener-Institut aus Bremerhaven hat die Studie unterstützt
Wanderer stehen in der arktischen Tundra.
Menschen wandern in der Arktis – einer Region, in der die Bodentemperaturen besonders gestiegen sind. Bild: DPA | Egmont Strigl

Schon lange ist bekannt, dass sich die Erde erwärmt. Und dieser Prozess setzt sich auch in Gebieten fort, wo Dauerfrost herrscht – sogenannte Permafrost-Regionen. Das hat jetzt ein internationales Forscherteam in einer Studie herausgefunden, an der auch das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut beteiligt war.

Wissenschaftler aus 26 Ländern haben die Entwicklung der Bodentemperaturen in den vergangenen beiden Jahren untersucht. Die deutlichste Erwärmung beobachteten sie in der Arktis. Dort ist die Bodentemperatur innerhalb von 10 Jahren um durchschnittlich fast ein halbes Grad gestiegen (0,4 Grad Celsius). In Sibirien betrug der Temperatursprung an einzelnen Stellen sogar fast ein Grad (0,9). Auch in der Antarktis und in den Permafrostgebieten der Hochgebirge, wie den Alpen beispielsweise, sind die Temperaturen gestiegen.

All diese Daten zeigen den Forschern, dass sich der Permafrost nicht nur lokal und regional erwärmt, sondern dies die Erderwärmung weltweit sogar beschleunigt. Denn innerhalb der nächsten Jahrzehnte tauen die Permafrostböden stellenweise auf. Die Folge: Die Pflanzen- und Tierreste in diesen Böden zersetzen sich, CO2 und Methan entweichen in die Luft, und die Erde erwärmt sich immer weiter.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 16. Januar 2019, 12 Uhr