Darum werden rund 100 Bäume im Bremer Bürgerpark gefällt

  • Landschaftsgärtner fällen aktuell abgestorbene Bäume
  • Normalerweise werden 60 bis 70 Bäume pro Jahr gefällt
  • Schuld sind die sehr trockenen vergangenen zwei Sommer
Zwei Männer in Arbeitskleidung zerkleinern einen Baumstamm
Rund 100 Bäume werden diesen Winter im Bürgerpark gefällt.

Kurz nach dem Jahreswechsel werden im Bremer Bürgerpark abgestorbene Bäume gefällt. So auch dieses Jahr, das ist nicht ungewöhnlich. Auffällig ist jedoch die Anzahl der Bäume: Statt den normalen 60 bis 70 Bäumen haben die Landschaftsgärtner jetzt rund 100 Bäume auf dem Zettel.

Zuletzt starben besonders viele Bäume ab, weil die zwei vergangenen Sommer so heiß und trocken waren. 2018 gab es in Bremen mit 49 Prozent nicht mal die Hälfte des gewöhnlichen Niederschlags. In den Sommermonaten 2019 war es mit 68 Prozent der durchschnittlichen Menge immer noch viel zu trocken.

Der Bürgerparkdirektor Tim Großmann.
Der Bürgerparksdirektor Tim Großmann wünscht sich für den Bürgerpark mal wieder einen nassen Sommer.

"Wir würden uns durchaus mal einen richtig schön bremischen Sommer wünschen, der etwas nasser ausfällt", sagt Tim Großmann, Direktor des Bürgerparks. "Das würde unserem Baumbestand sehr gut tun und natürlich auch den jungen Bäumen das Anwachsen erleichtern."

Der Bürgerpark wird dominiert von Eichen und Buchen. Diese Bäume sind nicht resistent gegen längere Trockenperioden. Welche Bäume besser gegen die Klimaerwärmung gewappnet sind, ist der Bürgerparksverwaltung noch unklar.

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Video vom 15. Dezember 2019
Eine Aufnahme von einer Sturmflut in Bremerhaven Anfang 2019.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 8. Januar 2020, 19:30 Uhr