Bremerhavener Forscher liefern erstmals Daten für Weltklimarat

  • Ergebnisse aus AWI-Klimamodellen fließen in Weltklima-Bericht
  • Rund 50 andere Einrichtungen aus der ganzen Welt beteiligt
  • Bremerhavener Modell interessant für Berechnungen von Klimawandel-Folgen
Das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven
Ergebnisse aus den Klimamodellen des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Klimaforschung fließen künftig in den Weltklima-Bericht. Bild: DPA | Thomas Robbin

Das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Klimaforschung (AWI) liefert künftig erstmals Ergebnisse seiner Klimamodelle an den Weltklimarat. Sie fließen zusammen mit den Klimamodellen von rund 50 anderen Einrichtungen in den Weltklima-Bericht des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) ein.

Die Daten aus den Klimamodellen des AWI sind für die Berechnungen der Klimawandel-Folgen besonders interessant, weil sie nach einer besonderen Methode erhoben werden. Herkömmliche Verfahren teilen die Erde und ihre Atmosphäre in gleich große Gitter ein, für die jeweils Daten gesammelt werden. Das AWI schaut in besonders interessanten Regionen der Erde wie zum Beispiel dem Golfstrom-Gebiet genauer hin und untersucht kleinere Einheiten.

Die so gewonnenen Ergebnisse werden dann in eine internationale Datenbank eingespeist und mit den Ergebnissen anderer Einrichtungen aus der ganzen Welt verglichen. Neben dem AWI liefern aus Deutschland nur das Max-Planck-Institut für Meteorologie und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt Daten für den kommenden Weltklimabericht.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 4. September 2019, 23 Uhr