Ein Gefühl, wie eine U-Boot-Fahrt zum Meeresgrund

Wie sind die Meere entstanden? Und wie werden sie sich weiterentwickeln? Und was hat der Mensch damit zu tun? Diesen Fragen geht eine neue Ausstellung im Klimahaus Bremerhaven nach.

Die Ausstellung in einem Seitenraum des Klimahauses will zeigen, wie die Ozeane sich über Jahrmillionen entwickelt haben: An einer Station können die Besucher wie in einem großen Puzzle die Erdplatten hochnehmen, um zu verstehen, wie sich die Kontinente und Ozeane gebildet haben.

Und auch die Tierwelt kommt natürlich vor, zum Beispiel Meeres-Saurier, die mitnichten harmloser waren als ihre Artgenossen an Land. "Das ist ein Mosasaurus", erzählt Lutz Fischer vom Klimahaus und zeigt auf eine Schauwand:

Das ist der urzeitliche T. Rex des Wassers. Der hat sich im Wasser so benommen wie der T. Rex an Land.

Lutz Fischer, Klimahaus Bremerhaven

Die Zähne des 20-Meter-Ungetüms kann man sich im Original ansehen – und versteinerte Beutetiere auch.

Verbleichende Korallen und Energie aus Wellen

Doch der Blick geht auch nach vorn. Wie sich der Meeresspiegel-Anstieg an der Küste auswirkt, ist an einem Simulationstisch mit echtem Wasser zu sehen. Die Zukunft einst farbenprächtiger Korallen sehen die Besucher in einem Raum mit verbleichenden Exemplaren. An einem anderen Ausstellungsstück können Interessierte ein Wasserkraftwerk ausprobieren, das aus Wellen Energie macht.

Und schließlich geht es natürlich um die Forschung. Ein Kino ist dem Tiefseeraum nachempfunden – hier kann man mit einem Tauchroboter auf Forschungsfahrt gehen. Ein Modell des Roboters können die Besucher sogar selbst fernsteuern.

Die Ausstellung, deren wesentlicher Bestandteil eine Wanderausstellung des Bremer Marum-Instituts ist, ist noch bis zum 25. Mai 2018 zu sehen.

  • Boris Hellmers

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 5. Dezember 2017, 17 Uhr