Was Sie über Asbest wissen sollten

In Tausenden Gewoba-Wohnungen wurde zwischen 1960 und 1995 Asbest verbaut. Drei wissenswerte Fakten über den krebserregende Baustoff.

1 Was ist Asbest eigentlich?

Bei Asbest handelt es sich um kleinste Mineralfasern mit einem Durchmesser von wenigen tausendstel Millimetern. Es ist nicht brennbar, sehr elastisch und lässt sich leicht mit anderen Materialien verbinden. Daher wurde es seit den 1930er Jahren unter anderem beim Bau von Häusern verwendet. In Deutschland ist die Herstellung und die Verwendung von Asbest seit 1993 verboten.

2 Was macht Asbest so gefährlich?

Inzwischen ist eindeutig klar, dass Asbest krebserregend ist. Die mikroskopisch kleinen Fasern können leicht eingeatmet werden und zu bleibenden Schäden führen. Geraten sie in die Lunge, können sie dort das Gewebe reizen. Das entstehende Narbengewebe führt schließlich zur einer Verhärtung der Lunge.

3 Muss Asbest in Wohnungen immer entfernt werden?

Nein, denn es hängt davon ab, wie das Asbest verbaut wurde. So ist eine Sanierung wegen Asbestzement oft nicht notwendig, solange die Belastung durch Fasern in der Raumluft nicht zu hoch ist. Kritisch wird es allerdings, wenn ein Umbau oder die altersbedingte Sanierung eines Hauses ansteht. Bei den Bauarbeiten können oft viele Fasern freigesetzt werden. Daher dürfen solche Arbeiten nur von spezialisierten Firmen durchgeführt werden.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 10. August 2017, 19:30 Uhr