Wie Wiesenvögel im Blockland geschützt werden

Auf den Blocklandwiesen grasen nicht nur viele Kühe, sondern hier sind auch viele Vögel zuhause. Damit sie hier in Ruhe brüten können, sorgen zwei Männer.

Eier eines Vogels im Nest.

Seit mehr als zehn Jahren arbeiten Arno Schoppenhorst und Markus Beyer-Sellschopp im Auftrag des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) mit den Landwirten zusammen. Der Bestand war hier einmal auf 200 Vogelpaare geschrumpft.

Arno Schoppenhorst und Markus Beyer-Sellschopp mit Fernglas
Markus Beyer-Sellschopp und Arno Schoppenhorst überwachen den Brutraum der Vögel.

Jetzt überwachen die Beiden die 3.000 Hektar große, landwirtschaftlich genutzte Fläche. Keine leichte Aufgabe, aber eine, die mit EU-Mitteln unterstützt wird. Für jedes gemeldete Nest bekommen die anliegenden Landwirte ein Prämie.

Zu den Arten, die im Blockland schutzwürdig sind zählen sie Uferschnepfe, Brachvogel, Knäkente, Kiebitz, Löffelente und Rotschenkel.

Selbstgebauter Nestschutz

Schutzgitter über einem Nest
Hier schützt das selbst gebaute Gitter ein Kiebitz-Nest.

Während der Brutzeit, von März bis Juni, ist das Wiesenvogelschutz-Team fast täglich im Feld unterwegs. Sie halten Ausschau nach den Vögeln. Wenn sie ein Nest im Gras entdecken, stülpen sie ein Schutzgitter darüber, sodass die Kühe es nicht platt trampeln können. Mittlerweile hat sich ihr Einsatz gelohnt: Die Anzahl der Vögel hat sich annähernd verdreifacht.

  • Sophie Labitzke

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 23. Juni 2019, 19:30 Uhr