Bremerhavener Wirte fordern Schadenersatz nach Kneipen-Schließung

Ein Kneipenwirt zapft in einer Gaststätte Bier.
Bild: DPA | Christoph Soeder
  • Bremerhavener Polizei hatte an Heiligabend Kneipen geschlossen
  • Coronaverordnung sieht das nicht vor – Schließung war rechtswidrig
  • Wirte fordern Schadenersatz

Der Hotel-und Gaststättenverband in Bremen und die Bremer Gastro-Gemeinschaft fordern Schadensersatz, nachdem die Polizei über Weihnachten mehrere Kneipen in Bremerhaven geschlossen hatte. Dabei war die Corona-Verordnung falsch interpretiert worden. Die Gaststätten durften schließlich wieder öffnen.

Die betroffenen Betreiber, Personal und Gäste hätten sich teilweise wie Schwerverbrecher gefühlt, sagte ein Sprecherin der Dehoga. Das Feiertagsgeschäft sei für einige komplett weggebrochen. Die Bremer Gastro-Gemeinschaft kritisiert, dass es bei den Behörden keinen Ansprechpartner für die Gastronomen und die Polizei gab. Besondere Zeiten müssen auch dort zu besonderer Erreichbarkeit führen.

Die Gastro-Gemeinschaft nimmt die Polizei aber ausdrücklich in Schutz. Diese mache nur ihren Job und habe nach bestem Wissen gehandelt. Inzwischen dürfen alle Lokale wieder öffnen. Ob die Betriebe entschädigt werden, ist noch unklar.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 28. Dezember 2021, 6 Uhr