Warum Bremen das neue Windkraft-Gesetz des Bundes entspannt sieht

Zwei Windräder auf einem Acker in Bremen.
Windkrafträder auf einem Acker, Bremen, Deutschland, Europa

Bremer Landesregierung begrüßt neues Windkraftgesetz

Bild: Imago | imageBROKER/TorstenxKrüger
  • "Wind-an-Land"-Gesetz soll Ausbau der Windkraft stärken
  • Bremen erfüllt Flächenziel von zwei Prozent fast
  • Branchenverband WAB befürwortet das neue Gesetz

Die Bremer Landesregierung hat die Pläne für ein neues Gesetzespaket der Bundesregierung zum Ausbau der Windkraft begrüßt – das sogenannte "Wind-an-Land"-Gesetz. Man sei zuversichtlich, das zukünftige Flächenziel von bundesweit zwei Prozent für Windkraftanlagen schon bald zu erreichen, heißt es im Ressort für Klimaschutz und Umwelt.

Anteil in Niedersachsen liegt bei 1,1 Prozent

Schon heute liege der Anteil der Bremer Landesfläche, der für Windkraftanlagen genutzt wird, zwischen 1,8 und 1,9 Prozent. Bremen habe seine Hausaufgaben gemacht, heißt es aus dem Ressort – im Gegensatz zu Bayern und Baden-Württemberg. Dort gebe es Aufholbedarf, der Gesetzgeber soll sie nun stärker in die Pflicht nehmen. Auch in Niedersachsen liegt der Anteil erst bei 1,1 Prozent der Fläche.

Der Windenergie-Branchenverband WAB in Bremerhaven begrüßte das geplante Gesetz – es mache deutlich, wie wichtig der Ausbau der Windenergie zur Erreichung der Klimaziele und für eine sichere Energieversorgung sei. Das "Wind-an-Land"-Gesetz lässt die umstrittenen Abstandsregeln für Windräder in Kraft, über die jedes Bundesland selbst entscheidet. Die Bundesregierung hebelt diese Regeln aber dann aus, wenn die Flächenvorgaben nicht erreicht werden.

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Bild: Radio Bremen

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Autor

  • Christian Schwalb Nachrichtenredakteur

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 8. Juni 2022, 17 Uhr