Weniger Schwarzfahrer seit Start des 9-Euro-Tickets in Bremen erwischt

Bahnreisende am Hauptbahnhof in München
Bild: DPA | Sven Simon
  • Weniger Fahrgäste ohne Fahrschein in Bussen und Bahnen
  • Das verzeichnen die Verkehrsunternehmen in der Region seit Juni
  • Seit Anfang Juni gibt es das Neun-Euro-Ticket

Seit Beginn des Neun-Euro-Tickets sind weniger Menschen in Bremen und Niedersachsen in Bussen und Bahnen ohne Fahrkarte erwischt worden. In den Zügen der Nordwestbahn ist die Zahl der Fahrgäste ohne gültigen Fahrschein um zwei Drittel zurückgegangen, wie das Verkehrsunternehmen mitteilte. Auch die Deutsche Bahn (DB) bestätigte, dass das Unternehmen derzeit weniger Bußgelder wegen Fahrens ohne ein gültiges Ticket verhänge als normalerweise.

Die Eisenbahnbetriebe Metronom und Erixx machten keine Angaben dazu, die allermeisten Fahrgäste hätten ein Neun-Euro-Ticket. Der Billigfahrschein berechtigt Kunden, für jeweils neun Euro in den Monaten Juni, Juli oder August im Nah- und Regionalverkehr durch ganz Deutschland zu fahren.

Ticket-Kontrolleure prüfen Fahrscheine wie gewohnt

Die Fahrscheinkontrollen in Bussen und Bahnen würden wie gewohnt durchgeführt, betonten alle vier Verkehrsunternehmen. Bei überfüllten Zügen aber – zum Beispiel am Wochenende – seien Kontrollen nicht immer möglich. Nach Angaben eines Nordwestbahn-Sprechers fahren an manchen Tagen teilweise doppelt so viele Menschen mit der Bahn wie vor Einführung des Neun-Euro-Tickets.

Seit das Neun-Euro-Ticket gilt, hat sich das Reiseaufkommen im Schienenverkehr deutlich erhöht. Nach einer Sonderauswertung von Mobilfunkdaten waren die bundesweiten Bewegungen auf der Schiene im Schnitt um 42 Prozent höher als im Juni 2019, wie das Statistische Bundesamt kürzlich mitteilte.

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Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 11. Juli 2022, 10 Uhr