Bremen verzichtet auf strenge Corona-Regeln für den Weihnachtsmarkt

Video vom 9. November 2021
Menschen auf dem Weihnachtsmarkt
Bild: DPA | Mohssen Assanimoghaddam
Bild: DPA | Mohssen Assanimoghaddam
  • Markt soll räumlich entzerrt werden: Zehn Prozent weniger Stände
  • Mehr Sicherheitskräfte sollen Menschenansammlungen vermeiden
  • Bei Erhöhung der Warnstufe sollen Regeln verschärft werden

Damit wieder Weihnachtsmärkte stattfinden können, hat der Bremer Senat eine Änderung der Corona-Verordnung beschlossen. Damit kann am 22. November der Weihnachtsmarkt in Bremen starten. Die bisherigen Regeln für Großveranstaltungen, beispielsweise 3G-Kontrollen und höchstens 25.000 Gäste, sind für den Weihnachtsmarkt nicht praktikabel, findet das Wirtschaftsressort.

Dann müssten nämlich diverse Plätze in der Bremer Innenstadt eingezäunt werden. Das aber würde zu einer Zersplitterung des Weihnachtsmarkts führen, hieß es in einer Vorlage für den Senat. Die Lösung: Künftig werden die Zugangsbeschränkungen für Volksfeste unter freiem Himmel nicht mehr gelten.

Dank einer hohen Impfquote und einer niedrigen Hospitalisierungsrate ist die Durchführung des Weihnachtsmarktes im Land Bremen möglich und vertretbar.

Sven Wiebe (parteilos), Staatsrat Wirtschaft

Die Schausteller begrüßen die Entscheidung. Es sei richtig, dass der Weihnachtsmarkt in dieser Form stattfindet. Er sei nicht nur für die Betreiber der Stände von Bedeutung, sondern auch wichtig für die Kommunen, den Tourismus und den Einzelhandel, erklärte Rudolf Robrahn vom Bremer Schaustellerverband.

Weniger Stände, mehr Fläche

Insgesamt wird die Anzahl der Stände um 10 Prozent reduziert und der Markt entzerrt. Als zusätzliche Veranstaltungsflächen werden der Loriotplatz und der Handeatenhof genutzt. Außerdem soll es an Glühweinbuden mehr Platz geben, damit Besucher nicht zu eng beieinander stehen. Sicherheitskräfte werden mehr eingesetzt als in der Vergangenheit. Sie sollen darauf achten, dass es bei einem Ansturm an Besuchern nicht zu Menschenansammlungen kommt. Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) macht keinen Hehl daraus, dass sie sich Sorgen macht, angesichts der erwartbar vielen Besucher.

Aber ich setze jetzt darauf, dass das durchaus verantwortlich umgesetzt wird.

Claudia Bernhard (Linke), Gesundheitsenatorin

Die Bürgerschaft muss dem Beschluss des Senats noch zustimmen. Sollten sich die Corona-Warnstufen in den kommenden Wochen aber erhöhen, wird es auch strengere Regeln für den Weihnachtsmarkt geben. Das Gesundheitsressort und die Wirtschaftsbehörde wollen sich im Fall der Fälle über die dann notwendigen Maßnahmen abstimmen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 9. November 2021, 6 Uhr