Bremer Weihnachtsmarkt-Händler rechnen mit starken Umsatzeinbußen

Der Blick auf den Bremer Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz.
Der Bremer Weihnachtsmarkt soll noch bis zum 23. Dezember geöffnet sein. Bild: Imago | Eckhard Stengel
  • Schausteller rechnen mit Einbußen
  • 2G-Regel werde gut angenommen
  • Märkte soll nicht vorzeitig schließen

Die Bremer Schausteller blicken verhalten positiv auf den bisherigen Verlauf des Bremer Weihnachtsmarktes. "Wir sind zufrieden, dass wir geöffnet haben", sagt Susanne Keuneke vom Verband der Schausteller und Marktkaufleute Bremen. Allerdings seien speziell durch die 2G-Regel Einbußen spürbar.

Es ist eine Mischung aus: Ja, wir sind zufrieden, wie es ist – aber es ist kein Weihnachtsmarkt.

Susanne Keuneke, Vorsitzende des Verbands Schausteller und Marktkaufleute Bremen

Genaue Zahlen zu den Einbußen gebe es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, sagt Keuneke. "Das ist auch ganz unterschiedlich." Bei Ausschankgeschäften seien die Umsatzverluste deutlicher, bei Kunsthandwerkern vielleicht etwas geringer. Dies könne sich irgendwo im Bereich zwischen einem Minus von 20 bis 40 Prozent bewegen, schätzt Keuneke grob.

Auch zur Entwicklung der Besucherzahlen lassen sich derzeit noch keine belastbaren Angaben machen, sagt Keuneke. Allerdings sei der befürchtete Weihnachtsmarkttourismus ausgeblieben. Wegen Corona waren viele Weihnachtsmärkte in Niedersachsen abgesagt worden.

Bremerhaven zählt am Wochenende bis zu 10.000 Besucher

Auch Bremerhavens Tourismus-Chef Ralf Meyer ist mit dem bisherigen Verlauf des Weihnachtsmarktes in der Seestadt zufrieden. Es habe ein Hoch am Anfang gegeben, in den vergangenen Tagen seien etwas weniger Besucher gekommen. Im Schnitt sind unter der Woche etwa 5.000 Besucher täglich da, am Samstag und Sonntag jeweils 10.000. Vergleichswerte aus der Zeit vor Corona gebe es nicht, so Meyer.

Nun hoffen die Schausteller, dass die Bändchen-Lösung, die der Magistrat am Mittwoch beschlossen hat, wieder mehr Besucher auf den Weihnachtsmarkt bringt. Spätestens ab Montag gibt es auch im Einzelhandel Armbänder, um die Kontrolle des 2G-Status zu vereinfachen. Wer einkaufen geht oder den Weihnachtsmarkt besucht, muss nun nur noch in einem Geschäft oder an einer Bude seinen Impf- oder Genesenennachweis zeigen und bekommt ein Armband. "Damit ist typisches Shoppen wieder möglich und dann kommen hoffentlich auch wieder mehr Besucher auf den Weihnachtsmarkt", sagt Meyer. Eine vorzeitige Schließung sei kein Thema. Der Weihnachtsmarkt in Bremerhaven soll wie geplant bis zum 2. Januar laufen.

So wird die 2G-Regel auf dem Bremer Weihnachtsmarkt kontrolliert

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 8. Dezember 2021, 19:30 Uhr