Bovenschulte: "Menschen in Bremen halten zusammen, sind solidarisch"

Weihnachtsansprache von Bürgermeister Andreas Bovenschulte

Bild: Senatskanzlei Bremen

Bürgermeister Bovenschulte blickt in seiner Weihnachtsansprache aus dem Rathaus auf ein Wechselbad der Gefühle zurück. Stolz sei er auf den Gemeinsinn der Bremer und Bremerinnen.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) beschreibt in seiner diesjährigen Weihnachtsansprache das Jahr 2021 so, wie es mutmaßlich viele ähnlich empfunden haben: als "ein Wechselbad der Gefühle", mit unbestrittenen Schattenseiten, aber auch vielen "helle Ecken". Auf eben diese, so eine Kernbotschaft aus dem Bremer Rathaus, möge jeder zum Jahresende blicken. Auch, um sich damit für neue Herausforderungen zu wappnen.

Zwischen Hoffen und Bangen

Ein Blick zurück: Während zum Jahresbeginn die Impfkampagne im großen Stil anläuft und FFP2-Masken Pflicht werden, ist das Land Bremen noch im Lockdow. Die Länder beschließen zur Bekämpfung der Pandemie eine "Bundesnotbremse". Und tatsächlich: Ab Mai scheint sich das Leben nach und nach wieder zu "normalisieren". Bovenschulte beschreibt in seiner Weihnachtsansprache exemplarisch einen Kindergartenbesuch im September, der auch bei ihm seine befreiende Wirkung nicht verfehlt hat und zugleich die Entwicklungen der Corona-Pandemie versinnbildliche.

Ein Leben zwischen Lockdown und Lockerungen. Zwischen Bangen und Hoffen. Oder wie es Bovenschulte beschreibt: ein "Auf und Ab der Gefühle". Was sich mit den erneuten Einschränkungen zum Jahresende angesichts der neuen Omikron-Virusvariante fortsetzt.

Wer hat sich nicht gewünscht, Weihnachten in diesem Jahr wieder unbelastet zu feiern. Und ganz ehrlich: Einige – ich will mich da gar nicht herausnehmen – hatten doch sogar fest damit gerechnet.

Bürgermeister Bovenschulte vor weihnachtlich geschmücktem Kamin.
Andreas Bovenschulte, Bremens Bürgermeister

Solidarität und Gemeinsinn sind A und O

Die Weihnachtsansprache des Bürgermeisters enthält den Appell, sich zu besinnen, was durch "Solidarität und Gemeinsinn" 2021 alles geleistet wurde. Dazu zählt Bovenschulte allem voran die Impfkampagne, auf die er in seiner Neujahrsrede 2020 so große Hoffnungen gesetzt hatte. Damals prophezeite er am Silvestertag 2020, dass sich die Lage durch das Impfen verändern werde und "wir die Pandemie als Gesellschaft nicht mehr nur passiv, sondern endlich auch offensiv angehen" könnten.

Dieses "gemeinsame Handeln" hat sich aus seiner Sicht als "Gemeinschaftswerk" 2021 erfüllt: "Alle haben mitgemacht: die Verwaltung, die Hilfsorganisationen und die Wirtschaft, die Beschäftigten in den Impfzentren und Arztpraxen. Und natürlich Sie alle, die sich haben impfen lassen." Ohne sie und ihre Solidarität der Gesellschaft gegenüber hätte laut Bovenschulte die Impfkampagne kein Erfolg werden können.

Die Menschen in Bremen, die halten zusammen, die sind füreinander da, die sind solidarisch.

Bürgermeister Bovenschulte vor weihnachtlich geschmücktem Kamin.
Andreas Bovenschulte, Bremens Bürgermeister

Der Blick nach vorn zurück

Bovenschulte schaut insbesondere ob der hohen Impfquote und trotz aller – in der Neujahrsrede 2020 auch schon prognostizierten – Widrigkeiten und Rückschläge voller Stolz auf das Jahr zurück. "Niemand kann und will dieses Jahr in besonders leuchtenden Farben malen. Ich auch nicht. Aber wir sollten es auch nicht auf seine Schattenseiten reduzieren", so Bovenschulte. Und er ruft auf, es ihm gleich zu tun und den Dingen zum Jahresende Aufmerksamkeit zu schenken, die 2021 auch gut waren, Mut gemacht und auch abseits der Pandemie Freude ins Leben gebracht haben. Für ihn war das beispielsweise der 50. Jahrestag der Universität oder auch besagter Kindergartenbesuch.

Ich hoffe sehr und wünsche Ihnen, dass auch Sie das beim Blick auf ihr ganz persönliches Jahr so sehen und sagen können: Ich freue mich und bin dankbar dafür, dass ich dieses oder jenes erleben durfte.

Bürgermeister Bovenschulte vor weihnachtlich geschmücktem Kamin.
Andreas Bovenschulte, Bremens Bürgermeister

Und Bovenschulte erinnert an den 2021 schon so oft notwendigen und abverlangten solidarischen Gedanken, der gerade jetzt über die Feiertage relevant wird. Sein Appell: Kontakte zu reduzieren und "aufeinander acht zu geben".

Bürgermeister Bovenschulte vor weihnachtlich geschmücktem Kamin.

Wechselbad der Gefühle: So sieht Bürgermeister Bovenschulte auf 2021

Bild: Senatspressestelle

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 24. Dezember 2021, 18:00 Uhr