5 skurrile Fundstücke aus Zügen auch in und um Bremen

Anzeigetafel der DB Deutsche n Bahn mit aktuellen Abfahrten und geschmücktem Weihnachtsbaum im Bahnhof
Bild: Imago | Ralph Peters

Ein Sack voller Geschenke, ein lebendiger Fisch oder ein Drehbuch. Gerade zu Weihnachten vergessen viele Menschen Dinge im Zug. Diese fünf sind besonders skurril.

Alle Geschenke in den Koffer, die eigene Kleidung nicht vergessen und jetzt noch schnell den Haustürschlüssel schnappen. Zu Weihnachten kann es gerne mal hektisch werden, vor allem wenn die Reise mit einer Zugfahrt startet. In der weihnachtlichen Hektik kann dann auch mal der ein oder andere Gegenstand verloren gehen. Neben den Klassikern – wie zum Beispiel Fahrrädern – gab es allerdings auch schon den ein oder anderen kuriosen Fund in den Zügen.

1 Einen Sack voller Geschenke

Kurz vor Weihnachten kam es vor ein paar Jahren in einem der Metronom-Züge beinahe zum weihnachtlichen Eklat: So vergaß jemand – der Weihnachtsmann? – im Zug einen Sack voller Geschenke. Was klingt wie das Ende eines Weihnachtsfilmes ist tatsächlich so passiert. Das Happy End ist aber eben nicht allen vergönnt: Der Sack voller Geschenke im Fundbüro des Metronom wurde nie abgeholt. Erst kürzlich machte das Zugunternehmen mit einer kleinen fast Weihnachtsgeschichte darauf aufmerksam, das gerade zu Weihnachten viele Menschen Dinge im Zug liegen lassen.

Die am häufigsten verlorenen oder vergessen Gegenstände sind aber Rucksäcke, Handys und Portemonnaies.

Miriam Fehsenfeld, Kommunikationsreferentin der Metronom Eisenbahngesellschaft

2 "Ich habe die Klausuren im Zug vergessen!"

Was eher klingt wie die Ausrede eines faulen Schülers für die Hausarbeiten ist tatsächlich einem Lehrer in einem der Züge des Metronom passiert. So verlor dieser mal die Klausuren seiner Schülerinnen und Schüler im Zug. Doch auch die wurden gefunden und der Lehrer bekam sie zurück. Ein Glücksfall für den Lehrer, die Schüler waren möglicherweise weniger erfreut.

3 Aquarienfische im Plastikbeutel

Was in dem Besitzer der Aquarienfische vorging, als er den Zug verließ? An seine Fische hat er jedenfalls nicht gedacht. So vergaß ein Mann in einem der Metronom-Züge seine Aquarienfische im Wasserbeutel. Zu den Standards der vergessenen Sachen im Zug gehören die Fische allerdings nicht. "Die am häufigsten verlorenen oder vergessen Gegenstände sind aber Rucksäcke, Handys und Portemonnaies", sagt die Kommunikationsreferentin des Bahnunternehmens Metronom, Miriam Fehsenfeld.

4 Der improvisierte Dreh

Manche Dinge, die im Zug vergessen werden, werden nie abgeholt. Seinen verlorenen Gegenstand sehr wohl vermisst hat einmal ein Drehbuchautor. Der vergaß in einem der Metronom-Züge sein Drehbuch und fürchtete schon die Dreharbeiten improvisieren zu müssen. Das Buch konnte ihm aber rechtzeitig wieder zurückgegeben werden. Während ein Drehbuch gerne mal übersehen werden kann, gilt das wohl eher nicht für ein Ölgemälde mit den Maßen 2,50 Meter x 1,80 Meter. Auch das wurde bereits in einem der Züge vergessen.

5 Ein Brief aus dem Zweiten Weltkrieg

Im zentralen Fundbüro der Deutschen Bahn lagern zwischen 15.000 und 16.000 Gegenstände. Kuriose Funde gab es auch schon in ihren Zügen. So wurden dort bereits zahlreiche Prothesen, Smartphones und ein Spiegelteleskop, aber auch Dinge mit emotionalem Wert vergessen. Im Museum der Deutschen Bahn wird zum Beispiel ein Brief eines italienischen Soldaten an seine Mutter zum Muttertag ausgestellt, der ebenfalls in einem Fundbüro landete.

Etwas verloren - und jetzt?

Wenn die Sachen aus dem Fundbüro nicht abgeholt werden, werden sie vom Bahnunternehmen Metronom übrigens gespendet. Die Deutsche Bahn versteigert ihre Fundstücke nach Ablauf einer Frist, unter anderem Reisetaschen. Geht etwas verloren, bieten viele Zugunternehmen die Möglichkeit online eine Suchanzeige nach dem Gegenstand aufzugeben. Auch aus dem Fundbüro können verlorene Gegenstände abgeholt werden. Wer einen möglicherweise verlorenen Gegenstand im Zug findet, kann den einfach beim Zugbegleiter abgeben. Von dort geht das Fundstück dann an ein Fundbüro. Die Beschäftigten dort versuchen die Besitzer ausfindig zu machen – besser ist es aber, sich selbst zu melden.

Autorin

  • Marie Roters Autorin

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Nachmittag, 25. Dezember 2021, 14:10 Uhr