1.800 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes streiken in Bremen

Streikende des öffentlichen Dienstes ziehen mit Transparenten durch die Bremer Innenstadt

3 Warnstreik-Demos ziehen heute an die Bremer Schlachte

Bild: Radio Bremen | Martin von Minden
  • Gewerkschaften wollen Druck auf Arbeitgeber machen
  • Demonstranten bilden Menschenkette an der Schlachte
  • Polizei warnt vor Verkehrsbehinderungen

In der Bremer Innenstadt streiken zur Stunde Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. Zuvor hatten mehrere Gewerkschaften zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, um damit den Druck auf die Arbeitgeber vor der dritten Verhandlungsrunde am kommenden Samstag zu erhöhen.

Mehr als 1.800 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben sich an der Bremer Schlachte versammelt und dort eine Menschenkette gebildet. Mehrere Gewerkschaften, darunter Verdi, die Gewerkschaft der Polizei und die Lehrergewerkschaft GEW verlangen fünf Prozent mehr Geld – mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Beschäftigte im Gesundheitswesen sollen mindestens 300 Euro mehr bekommen.

Forderungen "illusorisch"

Die Arbeitgeberseite lehnt die Forderungen als "illusorisch" ab, sie fürchtet für die Länder-Haushalte dadurch ein Finanzloch im Milliardenbereich. Wegen des Streiks mussten unter anderem bereits im Vorfeld Termine für heute beim Bremer Bürgeramt abgesagt werden. Die Demonstranten waren am Vormittag in mehreren kleineren Protestzügen durch den Innenstadtbereich gezogen. Am Brill kam es laut Polizei kurzzeitig zu größeren Verkehrsbehinderungen. Eine zweite zentrale Kundgebung gibt es heute auch in Hannover.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 24. November 2021, 8 Uhr