Bürgerschaft streitet über Maßnahmen gegen Fachkräftemangel in Kitas

Der Plenarsaal der Bremischen Bürgerschaft.
Bild: Radio Bremen
  • Bürgerschaft diskutierte über Kita-Warnstreiks und Fachkräftemangel
  • Die Linke hatte dazu eine Aktuelle Stunde beantragt
  • Streit gab es über die richtigen Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel

Die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst müssen besser werden. Das ist das Fazit einer Aktuellen Stunde in der Bremischen Bürgerschaft, die die Linke beantragt hatte. Streit gab es aber darüber, was gegen den Fachkräftemangel getan werden kann.

Die Linksfraktion fordert mehr Geld, mehr freie Tage und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Linken-Politikerin Sofia Leonidakis sagte, dass der Fachkräftemangel in den Kitas, in der Sozialarbeit und der Behindertenhilfe nur besser werden kann, wenn das Personal bessert bezahlt wird. Genauso argumentiert die Gewerkschaft Verdi, die in den laufenden Tarifverhandlungen immer wieder zu Warnstreiks aufgerufen hatte.

Die Regierungsparteien SPD, Grüne und Linke sehen das Land Bremen auf einem guten Weg, die Bedingungen in dem Bereich zu verbessern. Kritik kommt aber aus der Opposition: CDU-Politikerin Sandra Ahrens bemängelte, dass das Land Bremen viel zu wenig Fachkräfte ausbildet. Die FDP stößt ins gleiche Horn, weil seit Jahren Personal fehlt. "Bitte machen Sie ihren Job", sagte die Abgeordnete Birgit Bergmann in Richtung Senat.

Rückblick: Warnstreik sorgt für geschlossene Kitas im Land Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 11. Mai 2022, 17 Uhr