Hamburg lädt vorerst keinen belasteten Schlick im Watt vor Cuxhaven ab

Demonstranten  mit Platen vor einem Gebäude

Hamburg lädt vorerst keinen belasteten Schlick im Watt vor Cuxhaven ab

Bild: DPA
  • Hamburg will vorest keinen Elbschlick vor Scharhörn verklappen
  • Pläne sind aber noch nicht vom Tisch
  • Niedersachsen strebt gütliche Einigung an

Die Hamburger Schlickbagger kommen vorerst noch nicht zur zu Hamburg gehörenden Nordseeinsel Scharhörn (nahe Cuxhaven). Das hat Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) in einer gemeinsamen Umweltausschussitzung von Stadt und Landkreis Cuxhaven sowie der dort gelegenen Samtgemeinde Hadeln verkündet. Hamburgs Plan, sein Baggergut am Rande des Nationalparks Wattenmeer zu verklappen, ist damit aber noch nicht vom Tisch. Aber es wurde erst einmal Zeit gewonnen, um nach "konstruktiven Lösungen" zu suchen, sagte Lies. Das Ziel: das strittige Thema soll am Ende nicht vor Gericht entschieden werden müssen.

Alternativen gesucht

Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD) sprach von einem "erfolgreichen Zwischenschritt", wenn, wie Umweltminister Lies aus Hamburg zugesagt wurde, im Frühjahr kein Schlick vor Scharhörn verklappt wird. Allerdings müsse auch klar sein, dass belastetes Baggergut nicht hier vor die Küste abgeladen werden dürfe, so Santjer weiter.

Eine alternative Klappstelle wäre ein Bereich südlich der Hochseeinsel Helgoland. Möglicherweise könnten gemeinsam mit Schleswig-Holstein weitere Klappstellen gefunden werden, oder die Bagger müssten ihre mit Schwermetallen belastete Ladung weit raus in die Nordsee fahren, forderte der Oberbürgermeister.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 18. März 2022, 8 Uhr