Oldenburger helfen bei der Suche nach vermisstem Jungen

Ein lockiger Junge lächelte in die Kamera. Suchbild der Polizeiinspektion Oldenburg
Bild: Polizei Oldenburg
  • Seit einer Woche wird der geistig behinderte Junge aus Oldenburg vermisst
  • Jetzt gibt es einen "vagen Verdacht" durch den Hinweis eines Zeugen
  • Freiwillige Helfer beteiligen sich umfangreich an der Suchaktion

Bei der tagelangen Suche nach einem vermissten Achtjährigen in Oldenburg hat die Polizei zusätzlich eine Mordkommission eingesetzt. Aus Hinweisen eines Zeugen ergebe sich der Verdacht, dass der Junge mit dem Namen Joe Opfer einer Straftat geworden sein könnte, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Ermittelt werde gegen unbekannt.

Das Verfahren im Auftrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg eröffne den Behörden neue Möglichkeiten. Zum Beispiel könnten Daten gesichert werden, die sonst verloren gingen. So dürffen die Ermittler jetzt zum Beispiel Handys orten. 30 Beamte arbeiten in der Mordkommission "Ammer".

Parallel soll die Suche nach Joe aber weitergehen. Viele Bürger wollen sich heute um 14 Uhr im Stadtteil Wechloy zu einer großen Suche nach dem Jungen aufmachen.

Großangelegte Suchaktionen in und um Oldenburg

Der geistig behinderte Junge war zuletzt an einem früheren Kasernengelände gesehen worden. In den Tagen seitdem durchsuchten Polizeikräfte, aber auch freiwillige Helfer mehrere Stadtteile von Oldenburg, Orte im angrenzenden Kreis Ammerland, einen Badesee und Wälder. Auch Fährtenhunde und Drohnen wurden eingesetzt. Feuerwehren, und Rettungskräfte beteiligten sich. Gefunden wurde der Junge nicht. "Deshalb wurde die ursprüngliche Annahme, das Kind könnte sich bewusst versteckt halten, in den vergangenen Tagen damit zunehmend unwahrscheinlich", teilte die Polizei mit.

Polizeistreifen hatten auch Altkleidercontainer und abgestellte Autos abgesucht – für den Fall, dass Joe dort feststeckt. Es sei von Anfang an in alle denkbaren Richtungen ermittelt worden, teilte die Polizei mit. "Neben dem Vermisstenfall wurde auch ein Unglücksfall oder ein Gewaltverbrechen zu keinem Zeitpunkt ausgeschlossen."

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 23. Juni 2022, 10 Uhr