Handelskammer lehnt Entwurf für neuen Verkehrsentwicklungsplan ab

Eine Straßenbahn und Autos fahren morgens im Berufsverkehr durch die Stadt.

Bremer Verkehrsentwicklungsplan sieht weniger Autos in der Stadt vor

Bild: DPA | Melissa Erichsen
  • Bremer Verkehrsentwicklungsplan freigegeben
  • Senat und Bürgerschaft müssen Ideen nun diskutieren
  • Widerspruch von CDU und Handelskammer

Vertreter aus Politik, Wirtschaft und anderen Bereichen haben den Bremer Entwurf für den neuen Verkehrsentwicklungsplan freigegeben. Das Gremium aus 30 Personen hatte zuvor zwei Jahre darüber diskutiert, wie die Verkehrswende in Bremen umgesetzt werden soll.

Als nächstes müssen sich jetzt der Senat und danach die Bürgerschaft mit dem Plan auseinandersetzen. Bis erste Ergebnisse auf den Bremer Straßen zu sehen sind, wird es noch dauern.

Als einen "Wendepunkt Verkehr" bezeichnet die Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne) das Papier. Zentraler Punkt: Mehr Menschen sollen Bus und Bahn oder das Fahrrad benutzen oder zu Fuß gehen – deutlich weniger sollen mit dem Auto durch die Stadt fahren. Bis 2030 soll die Bremer Innenstadt "autofrei" werden.

ADFC kritisiert Handelskammer als "Verhinderer der Verkehrswende"

Die CDU war schon vor einigen Wochen aus dem Beirat ausgestiegen. Das sei schade, kommentiert Senatorin Schaefer, aber nicht zu ändern. Bei Beschluss am Mittwoch hat die Handelskammer als einzige dem Plan nicht zugestimmt. Es fehle die große Vision, heißt es von der Kammer.

Neue Studie: Bremer wünschen sich umfassende Verkehrswende

Bild: Radio Bremen

Dem Bremer Fahrradklub ADFC geht die Umsetzung dagegen nicht schnell genug. Ein Sprecher bezeichnet die Handelskammer als "Verhinderer" der Verkehrswende.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 13. Juli 2022, 15 Uhr