Mit 160 km/h durch Rotenburg? 27-Jähriger wehrt sich gegen Urteil

Zwei Radarkontrollanlagen stehen vor zwei Polizeiwagen

Gerichtsstreit um angebliche Raserei in Rotenburg

Bild: DPA | HMB Media/Oliver Mueller |
  • 27-Jähriger soll mit 160 Stundenkilometern durch Rotenburg gerast sein
  • Amtsgericht verurteilte ihn zu Fahrverbot und Geldstrafe
  • Dagegen legte der Mann Berufung ein

Wegen eines verbotenen Autorennens in Rotenburg Ende Mai vergangenen Jahres steht ein 27 Jahre alter Mann seit heute vor dem Landgericht Verden. Er wehrt sich dort gegen eine Strafe, die das Amtsgericht Rotenburg gegen ihn verhängt hatte. Der 27-Jährige soll am 29. Mai vergangenen Jahres mit einem geliehenen Auto viel zu schnell im Rotenburger Ortsteil Waffensen auf der B75 unterwegs gewesen sein – nämlich mit knapp 160 Stundenkilometern. Diese Geschwindigkeit ist allerdings strittig.

Der Verteidiger behauptet, die Polizeibeamten hätten den Wert lediglich von ihrem Tacho abgelesen. Das Ganze soll geschehen sein, als die Polizisten das Auto kontrollieren wollten. Doch der Fahrer sei plötzlich ausgeschert und habe trotz Überholverbots einen anderen Wagen überholt, so die Beamten. Anschließend sei er mit hohem Tempo davongebraust.

Geldstrafe von 1.250 Euro

Mit diesem Verhalten habe sich der 27-Jährige als unfähig erwiesen, Auto zu fahren, wirft die Staatsanwaltschaft ihm vor. Das Amtsgericht Rotenburg folgte diesem Votum weitgehend und verurteilte den Mann im Dezember zu einer Geldstrafe von 1.250 Euro und einem Jahr Führerschein-Entzug. Dagegen legte der Mann Berufung ein. Deswegen muss das Landgericht Verden diese Strafe nun überprüfen.

Bremens Mobilitätssenatorin begrüßt schärfere Strafen für Raser

Bild: DPA | David Young

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 19. April 2022, 7 Uhr