Umwelthilfe kritisiert Bremerhaven wegen fehlender Bio-Tonnen

Eine Bananenschale wird in einen Mülleimer geworfen

Umwelthilfe kritisiert Bremerhaven wegen fehlender Bio-Tonnen

Bild: DPA | Bildagentur-online/Joko
  • Deutsche Umwelthilfe kritisiert, dass Bremerhaven Biomüll nicht trennt
  • Bioabfälle werden in Bremerhaven zusammen mit Restmüll verbrannt
  • Stadt Bremerhaven verteidigt die bisherige Praxis

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert, dass es in Bremerhaven und 17 weiteren Kommunen und Landkreisen keine separate Biomülltonne gibt. Dort wird Biomüll zusammen mit Restmüll verbrannt. Die Umwelthilfe findet es "höchst bedenklich", dass Biomüll nicht überall zu Kompost oder Biogas verarbeitet wird. Denn so könnten hunderte Tonnen klimaschädliches CO2 eingespart werden, heißt es. Außerdem schreibe das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das vor zehn Jahren in Kraft getreten ist, Mülltrennung vor, kritisiert die Organisation.

Stadt verteidigt bisheriger Weg: "Günstiger und klimafreundlicher"

Die Stadt Bremerhaven argumentiert dagegen, dass der größte Teil des Biomülls, nämlich die Gartenabfälle, als Dünger, Erde oder Hackschnitzel wiederverwendet würden. Der restliche Biomüll werde verbrannt und so zu Strom und Fernwärme, so ein Sprecher der Stadt. Dies sei günstiger und klimafreundlicher als der Transport in ein Kompostwerk oder in eine Biogasanlage.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 31. Mai 2022, 20:00 Uhr