Falsche Polizisten rufen nach Tötungsdelikt in Fischerhude Senioren an

Ein Polizeiauto steht mit Blaulicht am Gehweg.
Angebliche Polizisten riefen einen 85-Jährigen an und nutzen das Tötungsdelikt in Fischhude aus, um ihn zu täuschen. Sie sagten, es gehe um einen Raubüberall und es gebe eine Liste mit weiteren potenziellen Opfern. (Symbolfoto) Bild: Radio Bremen
  • Mutmaßliche Betrüger nutzen Tötungsdelikt aus
  • Täuschungsversuch: 85-Jähriger erhält Anruf von angeblichem Polizisten
  • Polizei stellt klar: Anrufe dieser Art gebe es von seriösen Beamten nicht

Nach dem gewaltsamen Tod zweier Menschen in einem Haus in Fischerhude (Kreis Verden) geben sich mutmaßliche Betrüger als Polizisten aus und versuchen, die Bevölkerung zu verunsichern. Ein 85-Jähriger wurde nach Angaben der Polizei am Sonntag von einem angeblichen Polizeibeamten und einem "Kollegen" angerufen. Beide gaben sich als Ermittler des Raubdezernats aus.

Sie erklärten, dass es sich bei der Tat um einen Raubüberfall gehandelt habe und nun eine Liste mit Namen aufgetaucht sei, auf der weitere potenzielle Opfer stünden. Diese sollten als nächstes überfallen werden. "Bevor es zu weiteren Anweisungen, beispielsweise die im Haus befindlichen Wertgegenstände an Polizeibeamte zu übergeben, kam, wurde das Telefonat beendet", hieß es weiter.

Polizei stellt klar: Nichts deutet auf eine Raubserie hin

Die Polizei stellt klar, dass die Ermittlungen bislang nicht auf ein Raubmotiv oder eine geplante Raubserie hindeuten. Eine Liste mit potenziellen weiteren Opfern gibt es nicht.

Die Polizei hat einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 64-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Hinweise auf weitere Mittäter gibt es nicht. Und: Anrufe dieser Art würden von der Polizei auch nicht getätigt, hieß es.

Bluttat in Fischerhude: Ermittler vermuten langen Streit als Motiv

Bild: NonStopNews

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 30. Dezember 2021, 19:30 Uhr